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Tracking und Tracing

Worauf Handybesitzer jetzt achten müssen

05. Mai 2020, 13:00 Uhr   |  Lukas Steiglechner | Kommentar(e)

Worauf Handybesitzer jetzt achten müssen
© Dolphfyn / Fotolia

Eine Tracing-App soll helfen, die Corona-Pandemie in Deutschland einzudämmen. Das Ziel: eine systematische Nachverfolgung von Infektionen ermöglichen. Der Verein "Deutschland sicher im Netz" erklärt in einem Ratgeber, was bei Datenschutz und Freiwilligkeit für Verbraucher zu beachten ist.

Eine neuentwickelte Tracing-App ist geplant, um die Ausbreitung von Covid-19 zu verlangsamen. Bislang wurde nur eine Datenspende-App des Robert Koch-Instituts veröffentlicht. Das Gesundheitsministerium hat derweil angekündigt, die Entwicklung einer Quarantäne-App zu prüfen. Durch eine Tracing-App würde erkannt werden, ob Nutzer in Kontakt mit Personen kamen, die mit dem Coronavirus infiziert sind.

Tracking oder Tracing?
Tracking und Tracing sind zwar verwandte Technologien, doch unterscheiden sie sich voneinander. Getrackte Nutzerdaten können in Echtzeit verfolgt werden wie bei einem GPS, bei Tracing im Kontext von Corona, würde eine Zuordnung von Kontakten jedoch erst im Nachhinein stattfinden.

Tracking
Tracking wird häufig im Zusammenhang mit Online-Marketing und Bewegungsdaten für Ortungsdienste verwendet. Ein Live-Tracking von Bewegungsdaten als Option für die Corona-App fand in Deutschland keine politische Mehrheit.
Tracing
Das Verfahren findet vor allem in der Logistik Verwendung. Es bezeichnet die Rückverfolgung von Stationen einer Lieferung. Im Kontext der Corona-Warn-App geht es explizit um die nachträgliche Rückverfolgung von Bluetooth-Kontaktmessungen.

Mittels Bluetooth sollen potenzielle Kontaktpersonen über die App registriert werden können. Bei einer Infektion des Nutzers sollen die Kontaktpersonen dann über ein mögliches Infektionsrisiko informiert werden. Vorausgesetzt ist dafür, dass sowohl die infiziert als auch die Kontaktperson die App nutzen. In Deutschland und Europa soll die Corona-Tracing-App auf Grundlage der sogenannten PEPP-PT-Technologie basieren, die derzeit durch zahlreiche Partner entwickelt wird, darunter das Fraunhofer Heinrich Hertz-Institut und das Robert-Koch-Institut (RKI) in Zusammenarbeit auch mit dem Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI).

PEPP-PT (Pan-European Pricacy-Preserving Proximity Tracing)
Es bezeichnet die Technologie, die von einem internationalen Expertenkonsortium entwickelt wird. Es basiert auf Bluetooth-Kontaktmessungen, die über das Smartphone möglich sind. Ziel ist es Personen, die Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatten, darüber zu informieren.
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1. Worauf Handybesitzer jetzt achten müssen
2. Datenschutz, Freiwilligkeit und Mehrwert
3. Bluetooth und Benachrichtigungen

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Robert Koch-Institut (RKI), Fraunhofer HHI (Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut), Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)