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Wie Machine Learning und Analytik mehr Sicherheit bringen können

30. April 2020, 10:30 Uhr   |  Autor: Egon Kando / Redaktion: Sabine Narloch | Kommentar(e)

Wie Machine Learning und Analytik mehr Sicherheit bringen können
© ktsdesign

Die meisten Betriebe nutzen bereits in der ein oder anderen Form Cloudlösungen. Um ein hohes Maß an Sicherheit auch in der Cloud zu ermöglichen, können moderne Sicherheitslösungen mit Maschinellem Lernen, Analytik und Automatisierung helfen.  

Die meisten IT-Abteilungen sind gut damit vertraut, die Netzwerksicherheit vor Ort zu gewährleisten. Wie dies im Detail in der Cloud funktioniert, ist vielerorts jedoch noch relativ neu. Darüber hinaus sind viele Organisationen bereits mit der Absicherung ihrer bestehenden Infrastruktur ausgelastet und tun sich damit schwer, zusätzlich auch noch Cloud-Infrastrukturen abzusichern. Mit Technologien, die Machine Learning und Analytik nutzen, lassen sich jedoch auch komplexe hybride Infrastrukturen mit überschaubarem Cybersecurity-Budget absichern.
 
Immer mehr Daten werden in der Cloud geboren
In fast allen Branchen wird die Cloud bereits als effektive Erweiterung oder Ersatz für einen Teil der Rechenzentrumsressourcen genutzt. Und wer noch nicht in der Cloud ist, der plant diesen Schritt sehr wahrscheinlich derzeit. Doch vor dem Schritt in die Cloud sollte man sich vergewissern, dass kritische Fragen zur Sicherheit und Regulierung beantwortet sind. Denn mit zunehmendem Vertrauen in die Cloud werden auch die Daten immer sensibler, die dort gespeichert werden. Und in der Praxis zeigt sich, dass so manche Daten in der Cloud geboren werden und dann ihre ganze „Lebensdauer“ dort bleiben. Zu keinem Zeitpunkt werden sie überhaupt innerhalb der physikalischen Grenzen des Rechenzentrums gespeichert. Erstellt ein Mitarbeiter etwa eine Tabelle in Google Sheets und arbeitet darin mit Kollegen, so ist das Dokument niemals auf einem lokalen Computer oder im LAN vorhanden. Es existiert nur in der Cloud. Und die Frage, wie Sicherheitslösungen damit umgehen können, stellt sich immer dringender, denn die Bedrohungslage in der Cloud war noch nie so hoch wie heute.
 
Cloud-bedingte Bedrohungen sind auf einem Allzeithoch
Es ist nicht überraschend, dass sich Cloud-bedingte Bedrohungen vermehrt haben, und es gibt keinen Grund zu glauben, dass sich dies in naher Zukunft ändern würde. Eine Studie von Skyhigh Networks kam jüngst zu dem Ergebnis, dass jede Organisation, die in der Cloud tätig ist, pro Monat dort fast zwei Sicherheitsvorfälle verzeichnet. Dazu gehören: Insider-Bedrohungen (sowohl versehentlich als auch böswillig), Bedrohungen privilegierter Benutzer, kompromittierte Konten oder Daten-Exfiltration. Dies sind tatsächlich die gleichen Bedrohungsszenarien, mit denen die meisten Unternehmen bei ihren Vor-Ort-Operationen konfrontiert sind. Und dies zeigt, dass Daten prinzipiell unabhängig vom Speicherort gefährdet sind. Für die Absicherung dieser Daten ist – entgegen der oft fälschlichen Annahme – der Anbieter der Cloud zuständig. Zum Beispiel erklärt AWS, dass sie für die Sicherheit der Cloud an sich verantwortlich sind, aber ihre Kunden für die Sicherheit innerhalb der Cloud. Damit fällt die Verantwortlichkeit in die IT-Sicherheit der nutzenden Unternehmen, die oft weder das passende Personal noch Knowhow zur Verfügung hat, um die Sicherheit auch in der Cloud zu gewährleisten. Welche konkreten Schritte kann man in diesem Fall unternehmen, um auch in der Cloud die Sicherheit zu gewährleisten?

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