IoT-Sicherheit

Licht und Schatten

15. April 2020, 14:10 Uhr | Autor: Nawid Sayed / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)
liu zishan, 123rf, netzwerk, iot, licht und schatten
Wachsende Landschaften werden schnell unübersichtlich, schwieriger zu managen und lassen sich im Hinblick auf die Sicherheitsbedenken auch schwieriger lückenlos absichern. Auch der Mangel an Fachkräften mit Erfahrung im Bereich IoT spielt eine Rolle.
© Liu Zishan / 123rf / funkschau

Das Internet of Things wird reifer. Es gibt immer mehr IoT-Projekte, die dem ursprünglichen Nischendasein entwachsen zu sein scheinen. Doch mit der zunehmenden Beliebtheit vernetzter Architekturen nimmt auch deren Angriffsfläche größere Ausmaße an. Die Sicherheitsbedenken nehmen zu.

Die zunehmende Digitalisierung und die smarte Vernetzung aller Lebensbereiche bilden das Grundgerüst unserer modernen Gesellschaft: Für das Jahr 2020 wird ein Anstieg der vernetzten IoT-Geräte weltweit auf mehr als 20 Milliarden erwartet. Tatsächlich zeigen immer vielfältigere Einsatzszenarien, dass das IoT ein schier unerschöpfliches Potenzial bietet. In einer Studie, die unter anderem von TÜV Süd Sec-IT mit Partnern aufgesetzt wurde, stuft jedes zweite befragte Unternehmen die Relevanz von IoT-Projekten als hoch oder sogar sehr hoch (56 Prozent) ein. Dafür sprechen eine steigende Projektzahl, höhere Erfolgsquoten sowie ein schnellerer Mehrwert.

Gleichzeitig bremsen Datenschutz- (37 Prozent) und Sicherheitsbedenken (33 Prozent) die Bereitschaft zu umfassenden Investitionen in IoT-Projekte und fallen damit noch stärker ins Gewicht als ein knappes Budget. Der Studie zufolge gehören Hackerangriffe und Industriespionage zu den Faktoren, die die befragten Unternehmen mit 37 beziehungsweise 33 Prozent in Sachen IoT am meisten fürchten. Ein Großteil der Unternehmen äußert sich als sehr zufrieden mit den Ergebnissen ihrer bisherigen IoT-Projekte: Die angestrebten Mehrwerte stellen sich inzwischen wesentlich schneller ein als noch im Vorjahr. In 19 Prozent der Firmen (Vorjahr: 15 Prozent) stellt sich der Mehrwert nach vier bis acht Wochen, in 35 Prozent nach drei Monaten ein (Vorjahr: 26 Prozent). Das legt nahe, dass Unternehmen beim Thema IoT inzwischen zielgerichteter arbeiten und ihre Erfahrungen aus den letzten Jahren erfolgreich nutzen. Zu den wichtigsten Kriterien bei der Erfolgsmessung zählen eine höhere Produktivität (55 Prozent), eine Senkung der Kosten (46 Prozent) und steigende Umsätze (41 Prozent).


  1. Licht und Schatten
  2. Chancen und Risiken von IoT-Projekten
  3. Industrie 4.0: Besondere Herausforderungen

Verwandte Artikel

TÜV SÜD AG

Anbieterkompass