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MSSP mit eigenem Channel

Kudelski Security verstärkt Engagement in Deutschland

06. Juli 2020, 13:10 Uhr   |  Autor: Daniel Dubsky | Kommentar(e)

Kudelski Security verstärkt Engagement in Deutschland
© Kudelski Group

Firmensitz der Kudelski Group und von Kudelski Security in Cheseaux-sur-Lausanne, Schweiz

Um seinen wachsenden Kundenstamm in Deutschland zu betreuen, baut Kudelski Security ein lokales Team auf. Im Vertrieb setzt der Managed Security Service Provider auf den Channel und ermöglicht es regional aufgestellten Systemhäusern damit, ihr Service-Portfolio um SOC-Dienste zu erweitern.

Bislang hatte Kudelski Security seine Aktivitäten in Deutschland von der Schweiz aus gesteuert, doch nun verstärkt der Spezialist für Managed Security Services sein Engagement in der Bundesrepublik und baut ein lokales Team auf. Sitzen werden die Mitarbeiter, die die hiesigen Kunden und Partner betreuen sollen, in den Münchner und Kölner Büros der Kudelski Group. Aus der war Kudelski Security vor knapp zehn Jahren hervorgegangenen, als das Security-Know-how des Unternehmens in einer neuen Tochtergesellschaft gebündelt wurde, um gezielter Security-Beratungen und Security-Services anbieten zu können. “Das ist es, was uns von anderen unterscheidet: Wir kommen aus dem Security-Bereich”, betont Philippe Borloz, Vice President EMEA Sales bei dem MSSP.

Mehr als 300 Mitarbeiter beschäftig der Sicherheitsspezialist mit Sitz in der Schweiz und den USA mittlerweile und hat ein großes Portfolio aufgebaut, von Verschlüsselungstechnik über Security Forensics bis zur Absicherung von IoT-Umgebungen sowie der Entwicklung und dem Test von sicherer Hardware und Software. Besonders interessant sind die Managed Security Services, denn die vertreibt Kudelski über den Channel und baut in Deutschland aktuell ein Partnernetzwerk auf. Die ersten Kontakte wurden Borloz zufolge bereits im vergangenen Jahr auf der it-sa geknüpft. Bis Jahresende will er etwa zehn Partner für eine Zusammenarbeit gewinnen – vor allem regionale Systemhäuser, die Kunden in ihrer Umgebung rundum versorgen, aber keinen ausgeprägten Security-Fokus haben.

Keine Konkurrenz trotz Direktvertrieb

Philippe Borloz, Vice President EMEA Sales bei Kudelski Security
© Kudelski Security

Philippe Borloz, Vice President EMEA Sales bei Kudelski Security

“Wir sind kein Konkurrent für unserer Partner”, versichert Borloz mit Blick auf das Direktgeschäft des Unternehmens und erklärt, man wolle Systemhäusern helfen, ein Geschäft mit Security-Diensten aufzubauen und wiederkehrende Umsätze zu erwirtschaften. Denn die Nachfrage nach Managed Security Services lege enorm zu, der Markt biete große Wachstumschancen – für viele Systemhäuser sei das in Eigenregie allerdings kaum zu stemmen, da viel Know-how und Personal benötigt wird. “Managed Security Services aufzubauen, kann sehr teuer sein”, so der Vertriebschef.

Mit Hilfe von Kudelski können Systemhäuser ihr Portfolio um SOC-Dienste wie Monitoring und Threat Intelligence, Security Management, Breach Detection und Incident Response erweitern, auch in den Clouds von Amazon Web Services, Google und Microsoft. Erbracht werden die Services aus der Schweiz, was laut Borloz von den Kunden sehr gut angenommen wird. Mittelfristig kann er sich zudem vorstellen, auch die Angebote rund um IoT-Security über den Channel zu vertreiben.

Aktuell wird noch an einem Partnerprogramm gearbeitet, doch im Gespräch mit CRN gibt der Manager bereits einen Ausblick. So soll es zwei Formen der Zusammenarbeit geben: Im einfachsten Fall vermitteln Partner die Kunden einfach an den MSSP und erhalten dafür eine Beteiligung an den monatlichen Umsätzen. Sie können aber auch Trainings absolvieren und sich dann stärker in Vertrieb und Beratung engagieren – die komplexen Integrationen übernimmt aber in jedem Fall Kudelski. Eine Deal-Registrierung schützt die von Partnern aufgetanen Geschäftsmöglichkeiten. “Wir wollen sicherstellen, dass es wir ein attraktives Modell für unsere Partner bieten”, sagt Borloz.

Zuerst erschienen auf crn.de.

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