Datensicherheit

Kubernetes verstehen

26. April 2022, 9:30 Uhr | Autor: Michael Cade / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)
Software, Container-System, Kurs
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Kubernetes wird zwar als Container-System bereits in größerem Umfang eingesetzt, doch nicht immer ist der damit eingeschlagene Kurs ein sicherer. Denn der zunehmenden Anwendung zum Trotz mangelt es vielen Unternehmen noch an Fachwissen und dem nötigen Verständnis mit Blick auf die Datensicherheit.

Eines der beliebter werdenden Themen in der Informationstechnologie (IT) sind Container-Systeme wie Kubernetes. Zunehmend kommen Entscheider in Unternehmen aller Größenordnungen nicht umhin, sich die Frage zu stellen, ob Container in die eigene IT-Infrastruktur integriert werden sollen. Gleichzeitig stellt der „Kubernetes Report 2021“ von VMware fest, dass Kubernetes zwar bereits in größerem Umfang eingesetzt wird, es aber gleichzeitig an Fachwissen und der nötigen Sicherheit mangelt. Grund genug, sich mit wichtigen Fragen rund um Kubernetes näher zu befassen – insbesondere aus Sicht der Datensicherheit.

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Integraler Bestandteil von hybriden und Multi-Cloud-Infrastrukturen

In den Netzwerken vieler Konzerne und alteingesessener Unternehmen gibt es Container nicht oder erst seit kurzer Zeit. Sie waren nicht Teil der traditionellen, auf einem Rechenzentrum basierenden Netzwerkstruktur. Sie sind aber auch kein integraler Bestandteil moderner Multi-Cloud-Umgebungen oder hybrider Lösungen – Container fügen sich lediglich sehr gut ein. Ähnlich verhält es sich mit der Virtualisierung: Diese begann als ein Trend, den nicht jedes Unternehmen aufgreifen musste und daher nicht alle taten – nur Early Adopter integrierten die Technologie von Anfang an. Aber 20 Jahre später, so scheint es, hat ein großer Teil aller Unternehmen eine hohe Anzahl an Arbeitslasten virtualisiert.

Kubernetes fungiert nun als Management-Plattform für Container und interessanterweise zeigen etablierte und regulierte Branchen, wie Banken und Finanzdienstleister, ein größeres Interesse an der Einführung und erweisen sich als die Early Adopter dieser Technologie. Andere Branchen sind noch dabei, die Vor- und Nachteile zu beobachten und zu evaluieren. Sie prüfen zunächst, was es mit Kubernetes auf sich hat, ob es in ihre Netze integriert werden kann und ob es überhaupt nützlich wäre, um sich einen Vorteil auf dem Markt zu schaffen. Nebenbei beschäftigen sich diese Unternehmer mit weiteren Trends, die sie genauer unter die Lupe nehmen müssen, wie Cloud-Infrastructure-as-a-Service.

Kompatibel mit den Laufzeitumgebungen

Natürlich stellt sich sofort die Frage, ob Kubernetes und die Virtualisierungs-Software kompatibel sind. Zunächst einmal gilt es also klarzustellen, worüber genau gesprochen wird: Kubernetes ist ein Orchestrierungs-System für Container; Docker zum Beispiel ist die derzeit am weitesten verbreitete Container-Laufzeit. Die in Docker erstellten Container können jeweils für sich existieren und bearbeitet werden. Die Entwickler können sie einzeln verwalten und brauchen nicht zwingend eine übergeordnete Lösung, um sie zu verwalten. Doch mit der Anzahl der Container wächst die Komplexität und der Überblick geht verloren. Um diesen Aufwand klein und möglichst übersichtlich zu halten, muss eine zentrale Verwaltungsstelle eingerichtet werden – hier kommt Kubernetes ins Spiel. Die Software behält alles im Blick und sorgt zum Beispiel dafür, dass Nutzlasten dynamisch und sinnvoll auf die Container verteilt werden, um die Verfügbarkeit eines Dienstes zu gewährleisten und sicherzustellen, dass er alle Anforderungen erfüllen kann. Kubernetes ist eben eine Orchestrierung für Container-Laufzeiten wie Docker – und entsprechend ist eine Verbindung zwischen beiden nicht nur möglich, sondern wünschenswert.


  1. Kubernetes verstehen
  2. Neue Sicherheitslücken in Sicht

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