Remote Working

Knackpunkt mobiles Endgerät

22. März 2021, 14:40 Uhr | Autor: Sascha Wellershoff / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Isolierung mithilfe einer Container-Lösung

Firmen sollten deshalb darauf achten, dass geschäftliche sowie private Daten und Anwendungen auf den beruflich genutzten Smartphones und Tablets ihrer Mitarbeiter strikt voneinander getrennt sind. Mit einer Container-Lösung wird dazu auf dem jeweiligen mobilen Endgerät ein gesicherter Bereich bereitgestellt, der die gewünschte, konsequente Trennung ermöglicht. Der Zugang ist durch PIN, Passwort, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung geschützt. Die Daten auf dem Endgerät und auch die Übertragung sind Ende-zu-Ende verschlüsselt. Sollten also Dritte Zugriff auf das Gerät erlangen, sind die geschäftlichen Daten ohne entsprechende Rechte nicht einsehbar. Und da die Lösung zentral im Unternehmen selbst verwaltet wird, können bei einem Verdacht auf unbefugten Zugriff die Daten per Remote-Verbindung durch die IT-Abteilung vollständig gelöscht werden – ohne dabei das Gerät unbrauchbar zu machen.

Umgekehrt verhindert eine Container-Technologie auch, dass Mitarbeiter aus dem sichereren Unternehmensbereich auf eine nicht autorisierte App zugreifen und Daten per Copy-and-paste in den privaten Bereich überspielen. Andere Anwendungen erhalten grundsätzlich keinen Zugriff auf die Inhalte des gesicherten Bereichs. Die strikte Trennung von geschäftlichen und persönlichen Daten gibt Unternehmen nicht zuletzt die Sicherheit, dass die rechtlichen Vorgaben für den Schutz der Unternehmensdaten eingehalten werden. Personenbezogene Daten von Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern oder Mitarbeitern, die regelmäßig in E-Mails und anderen Dokumenten enthalten sind, werden umfassend geschützt. Jetzt dürfen die improvisierten Lösungen, die zu Beginn der Krise geschaffen wurden, nicht zur neuen Normalität werden.

Sascha Wellershoff, Vorstand von Virtual Solution

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Wichtige Bestandteile der modernen Arbeitswelt
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) beschäftigt sich in seinem aktuellen Forschungsbericht vom Oktober 2020 eingehender mit der Verbreitung und den Auswirkungen von mobiler Arbeit und Homeoffice – auch vor dem Hintergrund der Pandemie. Empirische Erhebungen würden demnach eine substanzielle Verbreitung von Heimarbeit und mobilem Arbeiten zeigen. Dies gelte nicht nur für das Arbeiten von zu Hause an einem fest eingerichteten Arbeitsplatz. Insbesondere in den letzten Jahren dürfte auch das mobile Arbeiten mit Hilfe von Tablets und Smartphones enorm an Bedeutung gewonnen haben. Dabei zeigen sich jedoch bemerkenswerte Unterschiede in der Nutzung einerseits und der Intensität andererseits – je nach Qualifikation und Tätigkeit. Die Praxis zeige, so der Bericht, dass in vielen Fällen passsende Arrangements gefunden werden können, und zwar auf der Ebene von betrieblichen oder individuellen Absprachen unterschiedlichen Formalisierungsgrads. Ein individueller Rechtsanspruch auf Homeoffice und mobiles Arbeiten, der im Kern einen Anspruch auf Prüfung der betrieblichen Realisierbarkeit der Wünsche einzelner Beschäftigter nach Homeoffice und mobiler Arbeit beinhaltet, werde von einer großen Mehrheit der abhängig Beschäftigten in Deutschland positiv beurteilt. Systematische Evaluierungen der Wirkungen von bestehenden Rechtsansprüchen auf Homeoffice in anderen Ländern fehlen; die internationalen Erfahrungen würden aber nahelegen, dass ein Rechtsanspruch nicht automatisch mit einer verstärkten Nutzung dieser Art flexiblen Arbeitens einhergeht. Dies kann an wenig bindenden Regeln liegen, wie einer fehlenden Pflicht zur Begründung ablehnender Entscheidungen, aber auch an starken Widerständen gegen Homeoffice und mobiles Arbeiten seitens mancher Arbeitgeber. (DK)

 


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