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Nevis Sicherheitsbarometer

Informationsdefizite bei deutschen IT-Entscheidern

02. August 2021, 14:08 Uhr   |  Autor: Jörg Schröper | Kommentar(e)

Informationsdefizite bei deutschen IT-Entscheidern
© Nevis

Für das Sicherheitsbarometer hat Nevis 500 deutsche IT-Entscheider und 1.000 deutsche Konsumenten ab 14 Jahren zu Themen wie Passwortsicherheit und Login-Verhalten online befragt.

Bei wem sehen deutsche Internet-User die Verantwortung, wenn es um die Sicherheit ihrer Daten geht? Wie gut kennen sich IT-Entscheider mit passwortfreien Login-Lösungen aus? Wo besteht Verbesserungsbedarf hinsichtlich der IT-Sicherheit? Antworten will Nevis mit dem Sicherheitsbarometer 2021 geben.

Darin fasst der Entwickler von Sicherheitslösungen die Ergebnisse seiner Studie zu den Themen IT-Sicherheit und Login-Präferenzen unter Nutzern und IT-Entscheidern zusammen. Zudem gibt Nevis Hinweise, wie Unternehmen ihre eigenen sowie die Daten der User besser schützen und sich gleichzeitig Wettbewerbsvorteile sichern können.

Für das Sicherheitsbarometer hat Nevis in Zusammenarbeit mit den Meinungsforschungsunternehmen Civey und Mo’Web Research im April 2021 500 deutsche IT-Entscheider und 1.000 deutsche Konsumenten ab 14 Jahren zu Themen wie Passwortsicherheit und Login-Verhalten online befragt.

Die User-Befragung liefert Unternehmen unter anderem interessante Einblicke darin, in welchem Verhältnis Komfort- und Sicherheitsbedürfnis bei den Kunden zueinanderstehen. Bei vielen Nutzern siegt die Bequemlichkeit über die Sorge um die Daten. Sicherheits-Fachleute empfehlen lange und komplizierte Passwörter für Logins. Doch viele User haben heute Dutzende und mehr Internet-Accounts. Sich für jeden ein eigenes, ausreichend sicheres Passwort zu merken, ist nicht einfach. Dies unterstreichen die Antworten im Sicherheitsbarometer: Auch wenn fast die Hälfte nie dasselbe Passwort für mehrere Konten verwendet, tun 44 Prozent es manchmal doch.

Dazu passt, dass für 51 Prozent eine einfache Bedienung beim Login von enormer Bedeutung ist. Allerdings haben immerhin 88 Prozent der Befragten, denen eine einfache Bedienung sehr wichtig ist, ihr Verhalten nach einer Cyberattacke in Bezug auf den Schutz der eigenen Daten geändert. Schlechte Erfahrungen sind also ein Anlass für die Kunden, die eigene Bequemlichkeit zu überdenken. Für Unternehmen ergibt sich daraus der Schluss, dass sie mit Lösungen wie passwortlosen Logins, die Sicherheit unkompliziert mit Komfort vereinen, Pluspunkte bei ihren Kunden sammeln können – und überdies die Sicherheit für die eigenen Systeme erhöhen.

Eine weitere Erkenntnis der Studie ist, dass rund ein Drittel der User angibt, erst aus den Medien erfahren zu haben, dass ein Unternehmen, bei dem sie Kunde sind, Opfer einer Cyberattacke war. Zudem siedeln zwar 81 Prozent der Befragten die Verantwortung für die Sicherheit ihrer Daten bei sich selbst an, aber fast die Hälfte sieht auch die Unternehmen in der Pflicht. Vor diesem Hintergrund laufen Unternehmen mit schlechter Informationspolitik Gefahr, Kundenvertrauen zu verspielen. Schließlich wirft ein solches Verhalten kein gutes Licht auf ihre Bemühungen um die Sicherheit ihnen anvertrauter Daten.

Ein weiteres zentrales Ergebnis im Nevis-Sicherheitsbarometer: Viele Unternehmen gehen in puncto Sicherheit unnötige Risiken ein. Dies fängt bei mangelnder Information der IT-Entscheider darüber an, welche Form von Angriffen bereits auf das Sicherheitssystem des Unternehmens verübt wurde. Erschreckend ist laut Nevis zudem, dass rund jeder Zehnte der befragten IT-Entscheider angibt, keine Vorkehrungen für eine erhöhte IT-Sicherheit zu treffen.

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