Trends in der Cybersicherheit

Gefährliche vernetzte Welt

18. Juni 2020, 8:41 Uhr | Autorin: Diana Künstler | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

In Zeiten der Corona-Krise kommt der Cyber-Security-Gedanke zu kurz

Tiger, Käfig
Wolfgang Kiener leitet das Thema Advanced Threats im Cybersecurity-Umfeld bei TÜV Rheinland.
© Norbert Preiß / funkschau

Während der Corona-Krise arbeiten vermehrt Menschen aus dem Homeoffice heraus und nutzen Programme mit Chat-/Video- und Konferenzfunktionen, um im Austausch mit den Kollegen zu bleiben. Bei dem Einsatz der oftmals schicken und unkomplizierten Anwendungen werden allerdings kaum Fragen zur Cyber Security gestellt. Wolfgang Kiener vom TÜV Rheinland kommentiert: "Vorhandene Kollaborationslösungen im Unternehmen sind oftmals nicht für den flächendeckenden Einsatz im Homeoffice ausgerichtet. Man benötigt Freigaben, Updates oder Erweiterungen der installierten Software. Fehlermeldungen oder schlechte Verbindungen verleiten einen schnell dazu, auf andere Software-Lösungen zurückzugreifen. Diese unkomplizierten und im schicken Design programmierten Anwendungen arbeiten tadellos und sorgen für eine schnelle und stabile Verbindung. Allerdings kommt bei geschäftsrelevanten Themen, die über Videokonferenzprogramme besprochen werden, der Datenschutz viel zu kurz. Hier besteht die Gefahr des Verlustes von Geschäftsgeheimnissen. In der aktuellen Situation kann ich nachvollziehen, dass man dazu neigt, Programme einfach zu nutzen, und Datenschutz und Cyber Security zu vernachlässigen. Allerdings spekulieren Hacker genau auf diesen Umstand und machen sich diesen zunutze. Vor allem in der jetzigen Krise wird mit unseren Daten gehandelt. Nutzer sind daher gut beraten, genau hinzusehen und sich bei der Installation von Programmen die Datenschutzbestimmungen durchzulesen, bevor man diesen zustimmt. In den von TÜV Rheinland veröffentlichten ,Cyber Security Trends 2020‘ wird unter anderem darauf eingegangen, wie der unkontrollierte Zugriff auf personenbezogene Daten eine Gesellschaft, die zurzeit mehr denn je auf die Vorteile der Digitalisierung setzt, destabilisiert werden kann. Auch, dass smarte Anwendungen schneller auf den Markt kommen, als sie abgesichert werden können. Das Tempo bei der Entwicklung von Programmen sorgt für Schwachstellen im Bereich der Cybersicherheit. Smarte Anwendungen sind in unserem Alltag zunehmend unentbehrlich. Dies macht solche Anwendungen zu attraktiven Zielen für Cyberkriminelle."

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