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Verdächtige Postsendundgen

Drogenshop im Darknet ausgehoben

10. Februar 2021, 07:21 Uhr   |  Quelle: dpa / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)

Drogenshop im Darknet ausgehoben
© wbraga-123rf

Bei einer Razzia in der Eifel und in Bayern haben Ermittler einen Drogenshop im Darknet ausgehoben. Bei den Durchsuchungen wurden am Montag drei der acht Beschuldigten festgenommen und Drogen mit einem geschätzten Verkaufswert von 250.000 Euro sichergestellt.

Die Fahnder ermittelten bereits seit etwa einem Jahr gegen die mutmaßliche Bande. Diese war ins Visier der Hauptzollämter in Gießen und Frankfurt/Main geraten, da in Briefzentren mehr als 180 Drogensendungen für das europäische Ausland aufgefallen und sichergestellt worden waren. Dazu zählten unter anderem insgesamt mehr als zehn Kilogramm Amphetamine und gut 7.900 Ecstasy-Tabletten.

Mehrere Hauptbeschuldigte sollen laut der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz in gut 1.400 Fällen als Mitglieder einer Bande in großem Stil Drogenhandel getrieben haben. Sie sollen das Rauschgift etwa in den Niederlanden beschafft und über verschiedene Darknet-Marktplätze gewinnbringend weiterverkauft haben. Dafür hätten sie auch die weltweit wohl größte illegale Darknet-Verkaufsplattform “DarkMarket” genutzt, die kürzlich abgeschaltet wurde.

Die acht beschuldigten Männer und Frauen im Alter von 28 bis 65 Jahren haben ihre Wohnsitze vor allem im rheinland-pfälzischen Landkreis Vulkaneifel, im angrenzenden Gebiet von Nordrhein-Westfalen sowie in Unterfranken zwischen Schweinfurt und Würzburg.  Durchsucht wurden am Montag acht Wohnungen und einer Lagerhalle, wobei die Fahnder unter anderem Computer, Handys und rund 30 Kilogramm Rauschgift mit einem geschätzten Verkaufswert von gut 250.000 Euro sicherstellten, darunter etwa 25 Kilogramm Amphetamine. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz am Dienstag mit. Die acht Beschuldigten äußerten sich vorerst nicht zu den Vorwürfen.

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