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Die Lieferkette (sicher) am Laufen halten

02. Dezember 2020, 08:36 Uhr   |   | Kommentar(e)

Die Lieferkette (sicher) am Laufen halten
© Mimecast

Der Bereich Supply Chain war der einzige, in dem die Cyberangriffe in den ersten 100 Tagen der Covid-19-Pandemie fast jede Woche zunahmen.

2020 war für die Logistikbranche ein disruptives Jahr. Mit dem Wachstum des E-Commerce verlagerten Cyberkriminelle ihren Schwerpunkt auf die Branchen, die das Leben der Menschen in dieser schwierigen Zeit am Laufen halten. Mimecast warnt vor vermehrten Attacken auf Logistikfirmen und gibt Tipps.

Kriminelle wissen, dass die Lieferketten unter erheblichem Druck stehen, kritische medizinische Ausstattung bis zu den Endempfängern auf Kurs zu halten, und dass sie daher eher bereit sind, zum Beispiel bei Ransomware-Attacken zu zahlen. Gerade jetzt, wo nicht nur der Peak im Vorweihnachtsgeschäft ansteht, sondern auch die Vorbereitungen zur Schaffung einer Infrastruktur für Massenimpfungen gegen das Coronavirus auf Hochtouren laufen, werden Cyberkriminelle die Logistik noch mehr ins Visier nehmen.

Carl Wearn, Mimecast
© Mimecast

Carl Wearn, Head of E-Crime bei Mimecast: “Gerade für Ransomwareangriffe eröffnen sich neue Möglichkeiten, da der Druck, Lösegeld nach solchen Angriffen zu bezahlen, deutlich wächst. Vor kurzem hat bereits ein solcher Angriff gegen mindestens einen spezialisierten Kühlhausbetreiber stattgefunden, und daher sollten sich Organisationen in dieser kritischen Phase der erhöhten Wahrscheinlichkeit eines Cyberangriffs bewusst sein.”

Carl Wearn, Head of E-Crime bei Mimecast, warnt deshalb: „Angesichts der unterschiedlichen Lagerungs- und Transportanforderungen der sich derzeit in der Entwicklung befindenden Impfstoffe und der immensen Bedeutung dieser Impfstoffe im Kampf gegen die Pandemie, ist es fast sicher, dass die fortwährenden Cyberattacken auf Lieferketten, die Mimecast in diesem Jahr entdeckt hat, noch weiter zunehmen werden. Insbesondere Angriffe auf die Transport-, Lager- und Liefernetzwerke, auf die man sich für die Durchführung eines Massenimpfprogramms stützt, werden höchstwahrscheinlich eskalieren. Sie werden in den kommenden Wochen und Monaten Hauptziele für Cyberkriminelle. Denn das hohe Potenzial für Störungen und Verzögerungen bei Impfprogrammen und die dadurch entstehende Verlängerung wirtschaftlichen Schadens machen diese Unternehmen zur ersten Wahl für Angriffe.“

Von Januar bis zum 20. November 2020 hat Mimecast im Bereich Logistik mehr als eine Million Angriffe in Kontinentaleuropa entdeckt. Seit November beobachtet Mimecast auch eine Zunahme bei Nachahmungsangriffen, dies könnte also auch eine bevorzugte Angriffsmethode sein.

Unternehmen sollten daher ihr gesamtes Geschäfts- und Partnerumfeld im Blick haben, um angemessene Abwehrmaßnahmen im Bereich der Cybersicherheit zu treffen. Sie sollten auch regelmäßig alle Beteiligten überprüfen, wobei denjenigen, die nicht mehr unter Vertrag stehen, alle Zugangs- oder Authentifizierungsmittel entzogen werden sollten.

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