Security-Markt 2021

Die Budgets steigen – reicht das?

21. Oktober 2021, 11:35 Uhr | Autorin: Selina Doulah | Kommentar(e)
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Die anhaltende Pandemie, die Homeofficepflicht und die sich grundsätzlich zuspitzende Cyberbedrohungslage haben den IT-Security-Markt befeuert. Doch Hürden liegen im Fachkräftemangel und auch bei uneinsichtigen Firmenchefs. Wo die Tücken, aber auch die Chancen in diesem turbulenten Markt stecken.

Die IT-Sicherheitslage in Deutschland ist nach wie vor angespannt, heißt es in der IDC-Studie „Cyber Security 2020+“. Die wachsende Komplexität der IT-Landschaften, die zunehmende Agilität und die Masse der Cyber-Attacken sowie die steigenden Compliance-Anforderungen ließen sich demnach mit den oftmals kaum ausreichenden  IT-Security-Ressourcen immer schwerer beherrschen. Die Pandemie und der damit verbundene Wechsel zahlloser Mitarbeitender in die Homeoffices seien demnach weitere gewaltige Prüfsteine für die Qualität der Abwehr- und Reaktionsfähigkeiten der Unternehmen auf industrieübergreifende Ereignisse von oftmals globaler Reichweite.

Eine Umfassende IT-Security wird laut IDC dabei aber immer kritischer für den wirtschaftlichen Erfolg jedes Unternehmens und jeder Organisation. Besonders, da laut der Untersuchung 78 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland bereits erfolgreich attackiert wurden.

Angriffe bleiben profitabel

Vor allem in kleinen und mittleren Betrieben vertrauen aber noch deutlich zu viele Verantwortliche auf „Bordlösungen“ und Standardeinstellungen. Das sei in Hinblick auf die steigenden Angriffszahlen aber hoch riskant, bekräftigt IDC: „Man muss sich aber auch anschauen, warum die Bedrohungslage massiv ansteigt: Es ist technisch nicht nur einfach, sondern vor allem profitabel für Cyberkriminelle. Zudem haben die Angreifer in der Regel genügend Zeit, um auszuprobieren, in welcher Firma was zu erreichen ist“, erläuterte Rüdiger Trost, Manager Presales Team DACH bei F-Secure, auf dem digital solution day Cyber Security von ICT CHANNEL im vergangenen September.
Hier setzt das Managed Services-Prinzip an: „Der Consulting-Bedarf beim Endkunden nimmt extrem zu, denn die IT-Security und vor allem die Cyber-Bedrohungslage werden immer komplexer. Da ist es kein Wunder, dass Managed Services immer gefragter sind und diese müssen eben vor allem einen großen Consulting-Ansatz verfolgen“, sagte Maximilian Wieser, Teamlead Sales DACH bei Tech Data, ebenfalls auf dem digital solution day Cyber Security. „Als Distributor können wir Systemhäuser hier besonders beim Implementieren neuer Service-Angebote unterstützen, denn auf technologischer Seite sind sie bereits sehr gut aufgestellt.“

Für diese Services seien Kunden wiederum sehr dankbar, denn sie könnten die Komplexität der IT laut Wieser allein nicht mehr stemmen. IT-Systemhäuser und Managed Services Provider können Unternehmen wiederum gezielt dort unterstützen, wo es gegebenenfalls an internen Ressourcen oder an dem entsprechenden Fachwissen in den IT-Abteilungen selbst fehlt. Denn es steht außer Frage, dass die Komplexität der Angriffe, aber auch der IT-Security-Lösungen zunimmt und somit die Anforderungen wachsen. „Es ist schwer für ein Unternehmen, Schritt zu halten – mit den Gefahren, und mit den Security-Technologien. Da braucht es Partner, die entsprechend unterstützen können“, erklärt Christian Bücker, Geschäftsführer bei Macmon. Und auch Max Tarantik, Business Development bei Enginsight, bekräftigt: „Kunden bevorzugen inzwischen Dienstleistungen und nicht einzelne Produkte – sie wollen quasi das ‚Rundum-sorglos-Paket‘“. Im Zuge dieser Entwicklung wachsen aber auch die Anforderungen, das individuelle Angebot verstärkt in Richtung Services zu entwickeln.

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  1. Die Budgets steigen – reicht das?
  2. IT-Security profitiert
  3. Automatisierung gegen den Fachkräftemangel

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