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Cloud-Datenmanagement

Datensicherheit macht keine Pause

10. November 2020, 14:28 Uhr   |  Autor: Thomas Sandner / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)

Datensicherheit macht keine Pause
© Michael Borgers - 123RF

Ob Urlaub, Wochenende oder Feiertage – IT-Manager müssen an 365 Tagen im Jahr sicherstellen, dass Unternehmensdaten verfügbar und geschützt sind. Regelmäßige Back-ups sowie die Nutzung von Cloud-Ressourcen helfen dabei, diesen Anspruch zu erfüllen.

Unternehmen können sich Ausfallzeiten ihrer IT-Infrastruktur und den Verlust von Daten schlichtweg nicht mehr leisten. Dass dies jedoch für die meisten Organisationen eine reale Gefahr ist, macht der Veeam Data Protection Trends Report 2020 deutlich: 95 Prozent der mehr als 1.500 befragten internationalen Führungskräfte gaben an, dass ihre Firmen von unerwarteten und kostspieligen Ausfallzeiten betroffen waren, die den Geschäftsbetrieb stark beeinträchtigten. Im Umkehrschluss bedeutet dies für IT-Organisationen, dass sie die Sicherung der Daten als ständigen und integralen Bestandteil der IT-Strategie begreifen und entsprechend umsetzen müssen. Wer dies vernachlässigt, riskiert hohe finanzielle Schäden.

Ein Ausfall bedeutet durchschnittlich rund 60.000 Euro Schaden – pro Stunde

So hat die Umfrage gezeigt, dass 95 Prozent aller Befragten weltweit bereits IT-Ausfälle erlebt haben, die im Durchschnitt jeweils etwa 117 Minuten andauerten. Weiterhin berichten die befragten IT-Experten, dass einer von zehn Servern innerhalb der letzten zwölf Monate mindestens einen unerwarteten Ausfall verzeichnete, der sich zudem negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirkte. Fällt eine Applikation mit hoher Business-Priorität für eine Stunde aus, kann dies zu Kosten von umgerechnet rund 60.000 Euro führen. Diese Fakten zeigen nachdrücklich, wie wichtig Datenmanagement und Back-up geworden sind.

Zeit für Wiederherstellung nicht ausreichend

Obwohl dem Management die den strategischen Wert von Business-Daten erkannt hat und sich die Kosten für IT-Ausfälle beziffern lassen, scheinen längst nicht alle Unternehmen ihre Daten vollständig vor Verlust zu sichern. 14 Prozent der globalen Unternehmensdaten werden noch gar nicht repliziert. In diesem Zusammenhang hat die Umfrage ein weiteres Problem aufgezeigt: So fehlt den Back-up-Verantwortlichen häufig eine eindeutige Rückmeldung von den verwendeten IT-Systemen, ob ein Back-up erfolgreich war oder ob die Service-Level-Agreements (SLAs) eingehalten wurden.

Darüber hinaus gaben die Entscheider an, dass ihre Unternehmen noch grundlegende Lücken beim Management der Dateninfrastruktur aufweisen: in der DACH-Region berichten mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Organisationen von einer „Verfügbarkeitslücke“. Bei diesen Unternehmen ist die IT nicht in der Lage, in der gewünschten Zeit Daten und Applikationen wiederherzustellen. Weiterhin sichern Organisationen Daten mit höher Priorität nur alle 205 Minuten und die mit normaler Priorität sogar nur alle 663 Minuten, weshalb bei einem Ausfall mit großer Wahrscheinlichkeit wichtige Daten verloren gehen dürften. Technische und organisatorische Mängel können also in diesen Fällen jederzeit dazu führen, dass Unternehmen Ausfallzeiten erleiden.

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2. Zukunftsfähiges Datenmanagement realisieren

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