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Cyberversicherungen für den Ernstfall

03. Juni 2020, 13:00 Uhr   |  Lukas Steiglechner | Kommentar(e)

Cyberversicherungen für den Ernstfall
© Olivier Le Moal / 123rf

Zu den akutesten Bedrohungen für die IT- und Datensicherheit von Unternehmen gehören derzeit Phishing-Attacken durch gefälschte E-Mails oder Websites. Um auch Unachtsamkeit von Mitarbeitern zu kompensieren, steigt die Nachfrage von Cyberversicherungen weiter an.

Cyberversicherungen sind auf dem deutschen Markt noch eine relative Neuheit. Die Grundlage für ihre Vertragskonditionen bildet hier das Cyberrisiko. Dieses zu ermitteln ist oft nicht so einfach, da es sehr vom Grad der Digitalisierung und dem Reifegrad der Maßnahmen für die Cybersicherheit abhängt. Der Cloud Security Service Provider Veronym erläutert deshalb die zentralen Aspekte einer Cyberversicherung.

Mit der weiter voranschreitenden Digitalisierung entsteht gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen eine immer größere Angriffsfläche für Cyberkriminelle. Um finanzielle Schäden, Vertrauensverlust der Kunden sowie eine Rufschädigung zu vermeiden, wird deshalb immer mehr in Cybersicherheitsmaßnahmen investiert. Dem Mittel der Cyberversicherung wird dabei noch mit Zurückhaltung und Skepsis begegnet. Cyberversicherungen decken dabei verschiedene Leistungen ab: eine Cyberhaftpflicht, eine Cyberbetriebsunterbrechung und Cybereigenschaden. Hinzukommt hier oft auch eine Soforthilfe im Notfall und die Übernahme von Kosten für Dienstleister, deren Hilfe bei einer akuten Krise hinzugezogen wurde. Manche Versicherungen bieten auch kostenfreie Cybersicherheitstrainings an, um das Sicherheitsniveau zu steigern. Absolviert dann eine bestimmte Menge der Belegschaft die Trainings erfolgreich, kann sich das positiv auf den Selbstbehalt des Unternehmens auswirken.

Um eine Cyberversicherung abzuschließen, muss zunächst der aktuelle Status der Cybersicherheit erhoben werden. Der Versicherungsschutz greift dabei im Schadensfall nur, wenn die Pflichten des Versicherungsnehmers erfüllt sind. Unternehmen müssen also regelmäßig prüfen, ob ihre eingesetzten Cybersicherheitsmaßnahmen immer auf einem aktuellen Stand gehalten werden. Unternehmen sollten sich auch immer darüber informieren, welche Zusatzleistungen eine Cyberversicherung anbietet. Das können auch regelmäßige Informationen um das Thema Cybersicherheit sein, die zur Gefahrenreduzierung beitragen.

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