Schwerpunkte

Datensicherung

Bildungseinrichtungen im Fadenkreuz von Cyberkriminellen

01. April 2021, 09:35 Uhr   |  Autorin: Selina Doulah | Kommentar(e)

Bildungseinrichtungen im Fadenkreuz von Cyberkriminellen
© Galina Peshkova-123rf

Nicht nur Unternehmen, auch Bildungseinrichtungen sind gut damit beraten, sich eine funktionierende Datensicherungs-Strategie anzueignen. So wird Ransomeware-Erpressern ihr wichtigstes Druckmittel vorweg genommen.

Die meisten Schulen und Universitäten haben ihre IT-Systeme und -Anwendungen in den vergangenen zwölf Monaten für den Fernunterricht in die Cloud verlagert. Eine ganze Reihe der Bildungs- und Forschungsstätten sind in jüngster Zeit Cyber-Attacken zum Opfer gefallen, etwa Einrichtungen in Jülich, Stuttgart, Garching, Dresden, Karlsruhe und Freiburg.  Mittlerweile geben fast zwei Drittel der Bildungseinrichtungen zu, dass ihre IT-Sicherheit hinter der steigenden Komplexität ihrer Systeme zurückbleibt. Dadurch sind sie immer mehr Ransomware-Angriffen ausgesetzt. Das ist nicht überraschend: Zu Beginn der Pandemie ging es vor allem darum sicherzustellen, dass die erforderliche Technologie zum Remote-Arbeiten und Lernen überhaupt vorhanden ist.

Das Bundeskriminalamt (BKA) geht davon aus, dass Hackerangriffe auf Forschungs- und Bildungseinrichtungen weiter zunehmen werden. Laut dem Lagebild des BKA wurden im vergangenen Jahr rund 100.000 Fälle von Cyberkriminalität gemeldet. Im Vergleich zu 2019 sind das 15 Prozent mehr Angriffe. Der jüngste Massen-Hack richtete sich gegen Microsoft Exchange. Das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) hat in seiner aktualisierten Sicherheitswarnung vom 17.03.2021 darauf hingewiesen, dass noch immer deutlich mehr als 10.000 verwundbare Systeme erreichbar und damit auch angreifbar sind.

Mit Datensicherung den Cybererpressern das Handwerk legen

Der World Backup Day am 31.03. soll an das Sicherstellen der Daten erinnern. Gerade Forschungs- und Bildungseinrichtungen sollten sich die Zeit nehmen, ihre Datensicherungsstrategie zu überprüfen und dabei auch die Plattformen einzubeziehen, auf denen ihre Daten und Anwendungen gespeichert sind – sei es die Cloud oder die eigene IT-Infrastruktur. Außerdem sind Schulen und Institute gut beraten, Daten in einem Backup-System abzulegen. So bleibt bei einer erfolgreichen Attacke eine letzte funktionierende Instanz erhalten, von der aus der IT-Verantwortliche die Server unversehrt wiederherstellen kann: "Keine Einrichtung ist gegen Ransomware-Bedrohungen immun. Auch wenn der Umstieg auf Homeschooling und Homeoffice das IT-Personal und die Datensicherheitssysteme an ihre Belastungsgrenze gebracht haben – das Thema Datensicherung ist und bleibt unverzichtbar. Denn nur wer Prävention betreibt und über ein funktionierendes Backup-System verfügt, kann im Falle eines Angriffs größere Schäden vermeiden," sagt Patrick Englisch, Regional Technical Sales Engineer Leader bei Veritas Technologies. 

Denn ein Datenbackup ist eine wirkungsvolle Lebensversicherung gegen die Cyberkriminelle und deren häufig genutztes Werkzeug: Der Angriff mittels Ransomware und der darauffolgenden Erpressung. Viele Unternehmen führen regelmäßige Backups durch und fühlen sich durch diese Vorsichtsmaßnahme ausreichend vor Angriffen geschützt. Der eigentliche Wert von Backups liegt jedoch in der Geschwindigkeit, mit der Daten wiederhergestellt werden können, damit der Geschäftsbetrieb schnell wieder aufgenommen werden kann.

Seite 1 von 2

1. Bildungseinrichtungen im Fadenkreuz von Cyberkriminellen
2. 4 Tipps für ein funktionierendes Backup-System

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Linkedin teilen Via Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

VERITAS Software GmbH