Schwerpunkte

Biometrisches Wearable von Nymi

Authentifizierung stets zur Hand

11. Mai 2020, 09:38 Uhr   |  Diana Künstler | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Vorteile gegenüber Passwörtern

Das oben erwähnte multinationale Pharmaunternehmen profitiert neben der Zeitersparnis und Sicherheit noch von vielen weiteren Vorteilen. Weil die Passwörter nicht mehr von den Mitarbeitern eingetippt werden müssen, hat sich auch das Risiko, dass Terminals wegen falschen Passworteingaben gesperrt werden, auf null reduziert. Auch wird die IT-Abteilung entlastet, denn es müssen keine Passwörter mehr zurückgesetzt werden.

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© Nymi

Passwort vs. Nymi Band: Weil die Passwörter nicht mehr von den Mitarbeitern eingetippt werden müssen, reduziert sich das Risiko, dass Terminals wegen falschen Passworteingaben gesperrt werden.

Vorteile gegenüber anderen AuthentifizierungsmethodenEin Wissensarbeiter kann seinen Laptop neben dem Nymi Band auch per Fingerabdruck, Irisscann oder per Gesichtserkennung entsperren. Doch das ist nicht in jedem Arbeitsumfeld möglich. Müssen Handschuhe, Schutzmasken oder Schutzbrillen getragen werden, funktionieren diese rein biometrischen Authentifizierungsmethoden nicht oder nur nach Ablegen der Schutzkleidung. Das Nymi Band entsperrt dagegen ein System auch dann, wenn es unter der Schutzkleidung getragen wird.

Riesiges Anwendungsgebiet dank kontinuierlich neuen IntegrationenDie Nymi Enterprise Edition lässt sich in einer ganzen Reihe von Anwendungsszenarien einsetzen. Unter anderem lassen sich damit Aufzüge, Spinde und Türen öffnen, an Automaten oder in der Kantine bezahlen, Secure Print nutzen, E-Signatures erstellen und die Arbeitszeit und Anwesenheit eines Mitarbeiters erfassen. Das ist über bestehende Partnerschaften mit Anbietern von NFC Readern wie Uhlmann, Systec & Solutions, RFIDeas und Elatec möglich.

In Produktionshallen integriert sich Nymi in Manufacturing Execution Systems (MES), um digitale Signaturen zu implementieren und elektronische Chargenprotokolle zu speichern. Dabei stehen Integrationsmöglichkeiten für viele verschiedene Lösungen bereit, darunter Lösungen von Siemens, SAP, Werum, Rockwell, POMS und vielen weiteren. Auch in Laboren lässt sich Nymi dank Integrationen mit Lonza Moda, SAP, LZ Lifescience, Tulip und weiteren einsetzen.

Doch nicht nur Türen und MES werden von Nymi entsperrt: Nymi offeriert Integrationen für IT-Systeme wie Biolock SAP, Windows Hello, Worldline, Epic.Blue und weitere. Sogar in bestehende Identity & Access Management (IAM)-Lösungen wie Ping ID und Evidian lässt sich Nymi integrieren. Zudem ist Nymi mit dem FIDO Standard kompatibel.

Um die Integration weiter zu erleichtern, arbeitet Nymi eng mit führenden Anbietern aus diversen Bereichen zusammen. Die Partnerschaften tragen laut Hersteller zur nahtlosen Integration in MES, Single-Sign-On-Lösungen und weitere Systeme bei.

Sicherer Umgang mit biometrischen DatenFür eine besonders hohe Sicherheit soll zudem der intelligente Umgang der Nymi-Lösung mit den biometrischen Daten sorgen: Sie werden in einem Secure Element sicher auf dem Band und nur dort gespeichert, sie bleiben also immer beim Nutzer. Das ist so beabsichtigt und schütze laut Nymi die biometrischen Daten auf zwei Wegen: Erstens könnten Nutzer ihre biometrischen Daten jederzeit von ihrem Band löschen. Zweitens würden dadurch zentralisierte Datenbanken mit biometrischen Daten überflüssig und es besteht keine Gefahr mehr, dass diese Datenbanken gehackt und die biometrischen Daten gestohlen werden. Darüber hinaus werde auf dem Nymi Band gar kein Fingerabdruck gespeichert, sondern nur ein Fingerprint Template, das auch nicht per Reverse Engineering in einen Fingerabdruck zurückgerechnet werden könne.

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