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Bremsklotz für die Digitalisierung

58 Prozent aller Daten-Backups schlagen fehl

23. März 2021, 17:00 Uhr   |  Autorin: Selina Doulah | Kommentar(e)

58 Prozent aller Daten-Backups schlagen fehl
© Andrei Kovalev / 123rf

Die Corona-Krise und schwache Datensicherheit bremsen Unternehmen, in ihre Digitalisierung zu investieren: 40 Prozent der globalen Unternehmen sehen die wirtschaftliche Unsicherheit als größtes Hindernis. Ein Drittel hat Initiativen im letzten Jahr verlangsamt oder gar gestoppt.

Aus dem Data Protection Report 2021 von Veeam geht hervor, dass 58 Prozent der Backups fehlschlagen und Daten ungeschützt bleiben. Veeam Software, Anbieter von Backup-Lösungen für Cloud-Datenmanagement, stellte vor dem Hintergrund der Corona-Krise und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Unsicherheit fest, dass 40 Prozent der IT-Entscheider diese als größte Bedrohung für die DX-Initiativen ihres Unternehmens in den nächsten 12 Monaten ansehen. Unzureichender Datenschutz und die durch die Pandemie verursachten Herausforderungen für die Geschäftskontinuität behindern zudem die Transformationsinitiativen von Organisationen.

Der Veeam Data Protection Report 2021 befragte über 3.000 IT-Entscheider in globalen Unternehmen – über 300 davon in Deutschland – zu ihren Ansätzen für Datensicherung und Datenmanagement. Diese Studie ihrer Art untersucht, wie Unternehmen auf die IT-Herausforderungen vorbereitet sind, einschließlich der Reaktion auf Nachfrageänderungen und Serviceunterbrechungen, globale Einflüsse und ambitionierte Ziele der IT-Modernisierung und DX.

"In den vergangenen 12 Monaten standen IT-Entscheider auf der ganzen Welt vor einzigartigen Herausforderungen. Sie mussten sicherstellen, dass Daten in einer hochgradig heterogenen Betriebslandschaft geschützt bleiben", sagt Danny Allan, Chief Technology Officer und Senior Vice President of Product Strategy bei Veeam Software: "Als Reaktion auf die Pandemie haben wir gesehen, wie Unternehmen ihre DX-Initiativen um Monate, wenn nicht sogar Jahre beschleunigt haben, um im Geschäft zu bleiben. Doch die Art und Weise, wie Daten verwaltet und geschützt werden, hindert gleichzeitig die Umsetzung. Unternehmen werden durch Legacy-IT und veraltete Datensicherungsfunktionalitäten gebremst. Ebenso spielen Zeit und Geld, welche als Reaktion auf die dringendsten Herausforderungen von Covid-19 investiert werden müssen, eine Rolle. Solange diese Unzulänglichkeiten nicht behoben sind, wird sich eine echte digitale Transformation den Unternehmen weiterhin entziehen."

Daten von Unternehmen sind ungeschützt

Danny Allan, Chief Technology Officer und Senior Vice President of Product Strategy bei Veeam Software.
© Veeam Software

Danny Allan, Chief Technology Officer und Senior Vice President of Product Strategy bei Veeam Software.

Die Befragten gaben an, dass ihre Datensicherungsfähigkeiten nicht mit den Digitalisierungs-Anforderungen ihres Unternehmens Schritt halten können. Das stellt eine Bedrohung für die Geschäftskontinuität dar und kann zu schwerwiegenden Folgen für den Ruf und die Leistung des Unternehmens führen. Trotz der integralen Rolle, die Backups in der modernen Datensicherung spielen, werden 14 Prozent aller Daten überhaupt nicht gesichert und 58 Prozent der Wiederherstellungen schlagen fehl. Das bedeutet, dass Daten von Unternehmen ungeschützt und im Falle eines Angriffes nicht wiederherstellbar sind. Darüber hinaus sind unerwartete Ausfälle keine Seltenheit: 95 Prozent der Unternehmen hatten in den letzten 12 Monaten damit zu kämpfen und bei jedem vierten Server gab es im vergangenen Jahr mindestens einen unerwarteten Ausfall. Mehr als die Hälfte der IT-Entscheider gibt an, dass dies zu einem Vertrauensverlust bei den Kunden, Mitarbeitern und Stakeholdern gegenüber ihrem Unternehmen führen kann.

"Wenn ein Backup fehlschlägt, bleiben die Daten ungeschützt, was für Unternehmen ein großes Problem darstellt, denn die Auswirkungen von Datenverlusten und ungeplanten Ausfallzeiten reichen von Kundenreaktionen bis hin zu sinkenden Aktienkursen des Unternehmens. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die digitale Bedrohungslandschaft mit exponentieller Geschwindigkeit entwickelt. Das Ergebnis ist eine unbestreitbare Lücke zwischen den Datenschutzmaßnahmen von Unternehmen und ihren Digitalisierungs-Anforderungen. Angesichts des Drucks, der auf Unternehmen lastet, ihre Nutzung von Cloud-basierten Technologien zu beschleunigen, um Kunden in der digitalen Wirtschaft zu bedienen, ist es dringend notwendig, diese Lücke zu schließen", so Allan.

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1. 58 Prozent aller Daten-Backups schlagen fehl
2. 91 Prozent haben Nutzung von Cloud-Services erhöht

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