Global Data Center Survey 2021

Status quo von Rechenzentren

Gemessene Kennzahlen im Datacenter.
Gemessene Kennzahlen im Datacenter.
© Uptime Institute

In seinem aktuellen elften „Global Data Center Survey“ hat das Uptime Institute rund 790 Besitzer und Betreiber von Datacentern sowie rund 530 Zulieferer, die Produkte und Dienstleistungen für Rechenzentren anbieten, befragt. Die folgenden Erkenntnisse zeigen, wo die Branche 2021 steht.

Rechenzentren haben ihre Möglichkeiten, ohne größere Investitionen die Effizienz zu steigern, weitgehend ausgeschöpft. Deutliche Verbesserungen sind nur noch auf Ebene der IT-Racks zu erzielen. Die Power Usage Effectiveness (PUE) stagniert seit rund fünf Jahren. 2021 liegt der PUE-Wert im Durchschnitt bei 1,57. Im Vorjahr war er mit 1,59 nur geringfügig höher. Die Kennzahl beschreibt das Verhältnis des Gesamt-Energieverbrauchs eines Datacenters zur Energieaufnahme der Rechnerinfrastruktur. Theoretisch ist demnach ein PUE-Wert von 1 ideal. Was die Dichte der Server-Schränke angeht, ist diese im Vergleich zu 2020 leicht angestiegen und bleibt damit auf einem mittelmäßigen Niveau. Fast drei Viertel der Befragten gaben an, die höchste Rack-Dichte in ihren Rechenzentren – selbst in den modernsten – betrage weniger als 10 kW (36 Prozent) oder zwischen 10 und 20 kW (36 Prozent).

Nicht zuletzt durch die weltweit wachsende Datacenter-Kapazität rückt das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus. Der erste Schritt hin zu ressourcenschonenderen Rechenzentren besteht darin, die entsprechenden Kennzahlen zu messen – allen voran die Server-Auslastung als zentrale Stellschraube für einen geringeren Stromverbrauch. Diesen Wert erheben lediglich 40 Prozent der Befragten. Den Energieverbrauch der IT-Ausstattung oder des Rechenzentrums sowie den PUE-Wert überwachen hingegen 82 beziehungsweise 70 Prozent. Beim Wasserverbrauch gilt das bislang nur für 51 Prozent der Besitzer und Betreiber.

Eine, wenn nicht die zentrale Anforderung an Rechenzentren ist, eine durchgängige Verfügbarkeit sicherzustellen. 69 Prozent der Befragten haben innerhalb der letzten drei Jahre mindestens einen Ausfall erlebt. 2020 waren es noch 78 Prozent. Mehr als die Hälfte der Störungen (56 Prozent) ließ sich schnell beheben und blieb ohne schwerwiegende Auswirkungen. Die übrigen 44 Prozent hatten empfindliche Verluste hinsichtlich Kosten, Zeit und Reputation zur Folge. Die Wahrscheinlichkeit für Ausfälle ließe sich durch besseres Management, optimierte Prozesse und Training der Beschäftigten deutlich reduzieren.

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  1. Status quo von Rechenzentren
  2. Kapazitätsbedarf und Stromversorgung

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