ISG Provider Lens Future of Work

Zufriedene Beschäftigte as a Service

4. Februar 2022, 12:37 Uhr | Autor: Wilhelm Greiner | Kommentar(e)
ISG-Grafik Future of Work
© ISG

Hybrid Work – der Mix aus Arbeit im Büro und andernorts, derzeit bekanntlich vorrangig im Home-Office – wird für deutsche Unternehmen zunehmend ein Muss, so der Bericht „Provider Lens Future of Work – Services and Solutions Report Germany 2021“ des Analystenhauses ISG.

Vorreiter seien Branchen mit einem hohen Anteil an (Ex-)Büroarbeit wie die Finanz- oder die IT-Industrie. Dieser Trend verändere das Portfolio der Anbieter digitaler Arbeitsplatzlösungen: Provider offerieren laut ISG nicht mehr nur Technik, sondern entwickeln sich zum Begleiter einer Transformation, die auch den Wandel der Arbeitskultur umfasst.

„Home-Office wird in Zukunft vor allem in Verbindung mit der Arbeit im Büro auftreten“, sagt ISG-Berater Dario Maisto. „Denn hybrides Arbeiten verbindet die Vorteile beider Welten.“ Wichtig sei dabei eine bestmögliche Benutzererfahrung – unabhängig vom Arbeitsort. „Auf diese Weise können die Vorzüge des Home-Office mit denen des Büros vereint werden“, so Maisto, „hier vor allem eine verbesserte Work-Life-Balance und dort der informelle und persönliche Austausch mit den Kollegen.“ Dies wiederum fördere den Teamgeist (der in Unternehmen mit schlecht organisierter Hybridarbeit eine vom Aussterben bedrohte Spezies ist).

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ISG-Consultant Dario Maisto
„Reines Home-Office wird in Zukunft vor allem in Verbindung mit der Arbeit im Büro auftreten“, so ISG-Consultant Dario Maisto.
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Wichtig sei – wenig überraschend – die Sicherheit im Home-Office, insbesondere beim Umgang mit sensiblen Daten: „Managed-Service-Anbieter müssen deshalb unter anderem die Mitarbeiter im Home-Office, aber auch HR-Verantwortliche in Security-Themen schulen“, so Maisto. „Zudem müssen sie mit digitalen Plattformen und Werkzeugen ausgestattet werden, die bei auftretenden Fragen und Problemen unterstützen.“
 
Durch die Pandemie sind laut Jochen Steudle, ebenfalls ISG-Consultant, sehr schnell viele zusätzliche Virtual-Desktop-Umgebungen entstanden. Die Unternehmen müssen nun laut Steudle überlegen, wie sie langfristig vorgehen wollen, betreibe man doch die virtuellen Desktops meist weiterhin im eigenen RZ. „Da die Public Cloud jedoch auf dem Vormarsch ist, erwägen immer mehr Unternehmen eine Umstellung auf ein ‚Desktop as a Service‘-Modell“, sagt Steudle. Dies bedeute, das Unternehmensnetzwerk an für den Zugang von außen öffnen zu müssen. „Hier sind Experten mit Fachwissen im Schnittstellen-Management und in Compliance gefragt“, so der Berater mit Blick auf die im Report evaluierten Anbieter entsprechender (Managed) Services.
 
Ein weiterer Trend sind laut ISG sogenannte „Meeting Rooms“ als zentraler Bestandteil hybrider Arbeitsmodelle, also Online-Treffpunkte für alle Beschäftigte eines Unternehmens, unabhängig vom Einsatzort. Dabei, so ISG, müssen neben dem Zugang auch Bild- und Tonmaterial für alle Beteiligten unabhängig von deren Aufenthaltsort verfügbar sein.
 
Die Studie „ISG Provider Lens Future of Work – Services and Solutions Report Germany 2021“ bewertet die Leistungen von 32 Anbietern in drei Marktsegmenten: Managed-Digital-Workplace-Services, Workplace-Strategy-Transformation-Services und Managed-Employee-Experience-Services. Im Segment Managed-Digital-Workplace-Services untersuchte ISG 30 Anbieter, von denen die Analysten zehn als „Leader“ einstuften (siehe Bild oben).


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