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Datenmonetarisierung

Wie Unternehmen ihre Daten zu Geld machen

23. Juli 2019, 13:27 Uhr   |  Autor: Henrik Jorgensen / Redaktion: Sabine Narloch | Kommentar(e)

Wie Unternehmen ihre Daten zu Geld machen
© Fotolia / Tatjana Balzer

Wer Daten produziert und verarbeitet, sitzt häufig auf einem Datenschatz, ohne dessen Potenzial zu heben. Digitale Vorreiter haben den Wert der Daten bereits erkannt und vermarkten sie entsprechend. Wie sich dadurch Wettbewerbsvorteile generieren lassen, erläutert Henrik Jorgensen von Tableau.

Wie weit sind Unternehmen in Sachen Datenmonetarisierung bereits fortgeschritten? Eine aktuelle Studie von BARC (Business Application Research Center) im Auftrag von Tableau zeigt, dass sich das Thema zwar noch in einem frühen Stadium befindet, aber immer wichtiger wird. Denn lediglich bei 17 Prozent der befragten 200 Unternehmen sind Datenprodukte Bestandteil der Unternehmensprozesse. Jedoch betonen bereits 40 Prozent der Teilnehmer, dass ihr Unternehmen plant, Daten zu monetarisieren oder sich in einer Pilotphase befindet. Ein weiteres Fünftel der Befragten hält zudem Datenmonetarisierung zumindest für denkbar. Doch welche Möglichkeiten bieten sich nun für diejenigen, die nicht nur einen Mehrwert durch Prozessverbesserungen, sondern ein Umsatzplus durch neue Services oder Geschäftsmodelle erreichen wollen? Hier einige Tipps, für Unternehmen, die mehr Benefits aus ihren Daten holen möchten.  

Auf eine datengetriebene Unternehmenskultur setzen
Die digitale Transformation ist der Motor für die steigende Datenflut. Die Veränderung sollte als Chance begriffen und die richtigen Weichen für die Entwicklung zum datengetriebenen Unternehmen gestellt werden. Denn Daten zu monetarisieren ist auch eine Frage der Unternehmenskultur. Unternehmen, deren Mitarbeiter immer weniger auf das Bauchgefühl hören, sondern vielmehr den Umgang mit Daten praktizieren und daher Entscheidungen daten- und faktenbasiert treffen, fällt der konsequent nächste Schritt zur Entwicklung neuer Services, Geschäftsmodelle oder smarterer Produkte leichter. Sie verfügen so über einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen.

Wie lautet die Zielsetzung?
Welche Ziele sollen mit der Aufbereitung und Verwertung der Daten verfolgt werden? Und welchen Zweck sollen sie erfüllen? Somit ist wichtig, zu Anfang Ziele oder Thesen zu formulieren. Fachleute differenzieren dabei zwischen externer und interner sowie direkter und indirekter Monetarisierung.

Tableau Datenmonetarisierung Big Data
© BARC/Tableau

Hilfreich bei der Entscheidungsfindung kann es sein, sich über die unterschiedlichen Arten der Monetarisierung bewusst zu werden.

Die Studie zeigt, dass Unternehmen verschiedene Beweggründe haben, die sie mit dem Heben des Datenschatzes verfolgen. Denn, grundsätzlich können Datenprodukte eine Vielzahl von Mehrwerten mit sich bringen, von zusätzlichen Einnahmequellen bis hin zum tiefergehenden Verständnis der Kunden und Produktverbesserungen. Der wichtigste Punkt sind laut Studie neue Einnahmequellen (69 Prozent). Das Anbieten neuer Dienstleistungen stellt für zwei Drittel einen Vorteil dar. Eine verbesserte Kundenbindung konnten 63 Prozent der Teilnehmer erzielen. Für mehr als die Hälfte der Befragten (59 Prozent) sind die interne Bereitstellung von Ergebnissen der Datenanalyse ein wichtiger Punkt, ebenso wie die interne Bereitstellung von Daten und Benchmarks (53 Prozent). Die Hälfte der befragten Unternehmen waren in der Lage das Kundenverständnis und damit verbunden das Kundenerlebnis zu verbessern.

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1. Wie Unternehmen ihre Daten zu Geld machen
2. Daten aus vielen Quellen sprudeln lassen

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