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Dekra Arbeitsmarkt-Report

Welche IT-Spezialisten werden am häufigsten gesucht?

10. Juni 2016, 15:27 Uhr   |  Diana Künstler | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Persönliche Kundenbeziehungen bleiben wichtig

Zunehmend digitale Kommunikationskanäle können den persönlichen Kontakt im Vertrieb und Verkauf nicht ersetzen. Kundenberater und -betreuer befinden sich am Stellenmarkt auf dem zweiten Platz. Neben Führungskräften für die Vertriebsleitung stehen in diesem Jahr zukünftige Vertriebspartner besonders im Fokus von Recruitern. Aktuell suchen verstärkt Finanz- und Versicherungsdienstleister Kandidaten mit Erfahrung im dezentralen Vertrieb. Call-Center-Agents fehlen hingegen im Ranking erstmals seit Erhebungsbeginn; sie teilen sich in diesem Jahr die zwölfte Position mit Vertriebsmitarbeitern und -assistenten.

Pflegeberufe: Engpass verschärft sich und Anforderungen steigen
Gesundheits- und Krankenpfleger sind in diesem Jahr "nur" an dritter Stelle im Ranking platziert. Von Entspannung in der Gesundheitsbranche kann jedoch keine Rede sein. So befindet sich beispielsweise der Anteil von Job-Angeboten für Pflegehelfer auf dem Höchststand: Sie sind in diesem Jahr auf Position 13 vorgerückt. Auch Altenpfleger sind nach einem Rückgang im Vorjahr wieder unter den Top-25-Berufen vertreten. Die vertiefende Analyse der Pflegeberufe hat zudem ergeben, dass die Aufgaben von Pflegefachkräften heute anspruchsvoller sind als vor fünf Jahren, und Arbeitgeber deshalb höhere Anforderungen an ihre Kompetenzen stellen.

Hoher Mitarbeiterbedarf in der Lagerlogistik
Im Tätigkeitsfeld Lager und Logistik benötigen Arbeitgeber vor allem zupackende Hände für Aufgaben im Wareneingang und -ausgang. Lager- und Transportarbeiter waren bislang erst einmal im Ranking der meistgesuchten Berufe vertreten. Darüber hinaus sind derzeit auch Staplerfahrer in größerer Zahl gesucht. Im Gegensatz dazu schwächelt der Stellenmarkt im Bereich Transport etwas.

Der Arbeitsmarkt bleibt stabil, obwohl sich die konjunkturellen Aussichten eingetrübt haben. "Mit Blick auf die angespannte Fachkräftesituation setzen Politik und Wirtschaft zu Recht große Hoffnungen in die überwiegend jungen Menschen, die in jüngster Zeit zu uns gekommen sind", sagt Jörg Mannsperger, Geschäftsführer der Dekra Akademie, bei der Vorstellung des Reports vor Parlamentariern in Berlin. "Doch ihre Integration in den Arbeitsmarkt wird meist nicht kurzfristig gelingen. Sie scheitert oft schon an den fehlenden Sprachkenntnissen oder Arbeitgebern fällt es schwer, die Qualifikationen von Flüchtlingen einzuschätzen. Asylsuchende und Arbeitgeber benötigen schnell Unterstützung, denn nur mit ausreichenden Sprachkenntnissen ist der Einstieg in eine Ausbildung oder eine qualifizierte Tätigkeit möglich."

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