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Digitale Zusammenarbeit

Weichenstellen für eine neue Kommunikationskultur

25. Januar 2021, 08:27 Uhr   |  Jürgen Engelhard / Redaktion: Antje Müller | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

"Der Arbeitsplatz der Zukunft wird hybrid sein"

Tempo des Wechsels anpassen

Für Migrationsprozesse in die Cloud gibt es kein „one size fits all“. Deshalb ist ein gründliches Assessment von großer Bedeutung: Welche Anwendungen sollen in der Cloud betrieben werden? Hier spielen ebenso bereits bestehenden Kommunikationsinfrastrukturen eine Rolle, denn auch aus früheren Investitionen – beispielsweise in On-Premise-Systeme – lässt sich auf dem Weg in die Cloud noch einiges optimieren. Entscheidend ist, das Potenzial der unterschiedlichen Cloud-Modelle zu erkennen und den richtigen Ansatz für die eigenen Geschäftsanforderungen zu wählen. Damit stellen IT-Entscheider, auch über die Pandemie hinaus, eine reibungslose Integration von Cloud-Anwendungen in ihrem eigenen Tempo sicher. Die Erweiterung bestehender Systeme in einem hybriden Cloud-Modell kann hier einen praktikablen ersten Schritt darstellen.

Mitel
© Mitel

Jürgen Engelhard, Business Development bei Mitel: “Entscheidend ist, das Potenzial der unterschiedlichen Cloud-Modelle zu erkennen und den richtigen Ansatz für die eigenen Geschäftsanforderungen zu wählen.”

Hybrid-Arbeitsformen auf dem Vormarsch

Der vergangene Sommer, in denen eine schnelle Rückkehr zur Normalität zum Greifen nahe schien, hat gezeigt, dass Büros weiterhin als physischer Arbeitsplatz gebraucht werden. Die soziale Komponente – sei es, mit Kollegen in der Kaffeeküche zu plaudern oder sich einfach etwas zurufen zu können – fehlte vielen im Homeoffice. Eine Rückkehr zur Vollzeit-Präsenz erscheint dennoch unrealistisch, denn neu gewonnene Vorteile wie der Verzicht auf volle Pendlerzüge und die Flexibilität, zuhause den Alltag bestreiten zu können, sind zu liebgewonnen Vorteilen geworden. Dass dies gut funktionieren kann, wurde auch Homeoffice-Skeptikern in den Chefetagen eindrucksvoll bewiesen. Der Arbeitsplatz der Zukunft wird hybrid sein und sowohl im Büro als auch im Homeoffice angesiedelt sein. Entscheidend wird, dass Mitarbeiter auch während der Telearbeit die gleichen Arbeitsbedingungen erhalten und über einen umfassenden Zugriff auf ihre Kommunikationslösungen verfügen, um effizient und produktiv zu arbeiten. Besondere Beachtung verlangt hierbei die Sicherheitsfrage, denn bei allem Komfort darf Fernzugriff nicht auch Hackern Tür und Tor geöffnet werden.

Virtuelle Meetings werden immersiver

Die exponentiell gestiegene Nutzung von Videolösungen hat der Entwicklung neuer Funktionen einen neuen Schub verliehen. Videokollaboration wird immersiver und leistungsfähiger. In Zukunft werden immer mehr Elemente Einzug halten, die die Distanz zwischen Videokonferenz-Teilnehmern oder remote arbeitenden Kollegen immer marginaler machen. Augmented-Reality-Lösungen versprechen dazu digitale Ergänzungen mit immer höheren Auflösungen, die der Bezeichnung Online-Meeting im Wortsinn gerecht werden. In Anbetracht gewonnener Erfahrungen und aufkommender Trends müssen sich IT-Entscheider nun darüber klar werden, wie sie aus der vormaligen Ausnahmesituation, mit der man sich irgendwie arrangiert hatte, eine langfristige Strategie modellieren. Die Pandemie hat der Digitalen Transformation einen Schub gegeben, dessen Dynamik nicht folgenlos verpuffen darf, wenn eine von Einschränkungen und Lockdowns befreite Zukunft – vielleicht schon in wenigen Monaten – in Sichtweite rückt.

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