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Warum Technologie langfristig keine Arbeitsplätze vernichtet

01. April 2016, 09:01 Uhr   |  Mathias Hein | Kommentar(e)

Warum Technologie langfristig keine Arbeitsplätze vernichtet
© funkschau

Kolumnist: Mathias Hein

Es kursieren immer wieder Geschichten, dass die neuesten technischen Entwicklungen dazu beigetragen, einen Großteil der verfügbaren Arbeitsplätze zu vernichten. Alles nur Stimmungsmache? Die Realität ist kompliziert.

Der Einsatz von Robotern und anderen Technologien wird in den kommenden Jahren Millionen von Arbeitskräften überflüssig machen. Das ist das Ergebnis einer Berechnung der Volkswirte der Bank ING-Diba. Die Stimmen, die davor warnen, dass unsere Arbeitsplätze in Zukunft durch neue Technologien ersetzt werden, werden deshalb immer lauter. Eine Umfrage in neun Ländern ergab, dass 40 Prozent der jungen Menschen glauben, dass ihre Jobs innerhalb der kommenden zehn Jahren durch die eine oder andere Form von Automatisierung ersetzt werden.

Diese Klagen sind jedoch nicht neu. Im Jahr 2013 behauptete eine von der Oxford University durchgeführte Studie, dass von 700 Jobs in den USA fast die Hälfte von der "Computerisierung" bedroht wäre. Diese und ähnliche Aussagen wirken an der Schwelle zum sogenannten "vierten industriellen Zeitalter", in dem die Roboter- und die Prozessautomatisierung, das Cloud Computing, die künstliche Intelligenz, Big Data, mobile und soziale Technologien das Ruder übernehmen, bedrohender als je zuvor.

Natürlich sorgt die Idee bei jungen Menschen für erhebliche Unruhe. Sollte die Karriere bereits am Anfang des Berufsweges wieder zu Ende sein? Werden die Technologien wirklich unsere Arbeitsplätze in Zukunft ersetzen? Können wir überhaupt den Wettbewerb mit den Robotern gewinnen, da diese die Arbeit von drei Menschen in 24 Stunden erledigen? Gemäß der Studie der Bank ING-Diba bedroht die Technologisierung mittel- und langfristig mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze - welche durch Maschinen und Software ersetzt würden.

Auch wenn dieser Alptraum zu schrecklich klingt, um wahr zu sein, kann sich darin jedoch auch ein wenig Realität wiederspiegeln.

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1. Warum Technologie langfristig keine Arbeitsplätze vernichtet
2. Aktivitätsverdränger oder Job-Killer?
3. Roboter werden den Menschen nutzen
4. Vorbereitung auf die Zukunft und Fazit

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