VZM-Rechenzentrum Nr. 555 bei der Deutschen Bahn

8. Dezember 2010, 9:42 Uhr | Ralf Ladner | Kommentar(e)
© Foto: Deutsche Bahn, Hartmut Reiche

Am Montag, dem 22.11.2010 eröffnete der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Bahn AG, Dr. Grube in einem Festakt in Berlin „das wohl modernste Rechenzentrum Europas“, wie er betonte. Nach Angaben der Bahn investierte das Unternehmen 24 Millionen Euro in den Neubau.

Deutsche Bahn Vorstandsvorsitzender Dr. Grube eröffnet „das wohl modernste Rechenzentrum Europas”œ,
© Foto: Deutsche Bahn, Hartmut Reiche

Das knapp 5.000 Quadratmeter große Gebäude wurde in 15 Monaten errichtet. Dr. Grube erwähnte neben dem Dank an die Verantwortlichen seines Hauses zwei Firmen in seiner Festansprache, bevor feierlich das rote Band zerschnitten wurde: Das Bauunternehmen Bilfinger und Berger, sowie den RZ-Planer von zur Mühlen'sche GmbH (VZM) und betonte, dass ohne das perfekte Zusammenwirken und die Projektleitung von VZM wohl kaum der enge Errichtungstermin einerseits und das gesetzte Budget andererseits eingehalten worden wären. Für das Büro VZM war es das Rechenzentrum Nr. 555!

 

Dabei legte der Konzern Wert auf Sicherheit und Energie-Effizienz. Allein die Notstromaggregate reichen zur Versorgung einer Kleinstadt mit 30.000 Einwohnern aus. Drei Dieselaggregate mit einer Leistung von je 3,4 Megawatt stellen sicher, dass die Rechner noch weiterarbeiten, wenn im Umland schon längst wegen eines Stromausfalls die Lichter ausgegangen sind.

Mit mehr als 4.000 Servern und rund 80.000 IT-Nutzern ist die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben einer der größten IT-Anwender in Deutschland.

Bahnchef Grube betonte zudem, dass die IT für die Bahn eindeutig Kerngeschäft sei. Und da er regelmäßig von großen IT-Dienstleistern und Investoren Angebote zur Übernahme der Bahn-IT bekäme, ergänzte er: „Das scheint doch ein gutes Geschäft zu sein, wenn man immer an unsere IT will. Gute Geschäfte aber wollen wir lieber selber machen!“


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