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Mobiles Arbeiten

Vom Privileg zur Grundvoraussetzung

02. Dezember 2020, 11:30 Uhr   |  Sabine Narloch | Kommentar(e)

Vom Privileg zur Grundvoraussetzung
© goodluz / 123rf

Bislang war Remote-Arbeit meist nur ausgewählten Mitarbeiern oder Führungskräften vorbehalten. Daran scheint die Pandemie und das dadurch flächendeckend praktizierte Homeoffice einiges geändert haben – wie eine Studie von VMware aufzeigt.

Laut einer von VMware in Auftrag gegebenen Umfrage unter 2.850 Befragten aus der EMEA-Region beurteilen 69 Prozent mobiles Arbeiten positiv und wollen künftig nicht mehr darauf verzichten. Der Anteil derer, die Remote-Arbeit als eine Grundvoruasssetzung sieht, sei seit Anfang 2020 um 30 Prozent gestiegen, bei Mitarbeitern aus der Geneneration X liegt der Anstieg bei 53 Prozent.

“Die vergangenen sechs Monate haben Unternehmen dazu gezwungen, schnell neue Arbeitsplatzkonzepte zu schaffen, bei denen ‚Arbeit‘ nicht gleichbedeutend mit 'Büropräsenz' ist”, so Armin Müller, Vice President & Country Manager Deutschland, VMware. “Die Zukunft der Arbeit mit vielfältigen, individuellen Modellen bringt greifbare Vorteile mit sich, von gesteigerter Produktivität und höherer Arbeitsmoral bis hin zu verbesserter Zusammenarbeit und leichterem Recruiting.“

So berichteten 36 Prozent von einer gestiegenen Arbeitsmoral, 40 Prozent konnten ihre Produktivität steigern, auch die persönlichen Beziehungen zu den Kollegen hätten sich verbessert und die Mitarbeiter fühlten sich weniger gestresst (jeweils 74 Prozent). Darüber hinaus würde sich die Möglichkeit auf ortsunabhängiges Arbeiten beim Recruiting positiv auswirken. Laut Umfrage gaben 69 Prozent der Befragten an, dass Führungskräfte leichter rekrutiert werden können, zudem würden sich Angehörige von Minderheiten (73 Prozent) und berufstätige Eltern (82 Prozent) leichter gewinnen lassen.

Allerdings sei es wesentlich, dass “Führungskräfte ein Umfeld des gegenseitigen Vertrauens schaffen, weniger auf Überwachung und Kontrolle setzen und mehr Fokus auf die Ergebnisse legen”, so Dr. Carl Benedikt Frey, Director Future of Work Programme, Oxford University. So befürchten 40 Prozent der Befragten, dass ihr Team im Homeoffice nicht konzentriert bei der Arbeit bleibt. Andererseits fühlten sich 57 Prozent unter Druck, außerhalb der normalen Arbeitszeiten online zu sein. Bei der technischen Ausrüstung sieht es vielerorts schon recht gut aus; 36 Prozent gaben an, dass die IT nicht gut dafür ausgerüstet ist Remote-Arbeit im Unternehmen zu unterstützen und zu verwalten.

Über die Studie: Der Report „The New Remote Work Era: Trends in the Distributed Workforce“ basiert auf einer von VMware in Auftrag gegebenen Umfrage unter 2.850 Befragten aus der EMEA-Region (950 HR-Entscheidungsträger, 950 IT-Entscheidungsträger und 950 Unternehmensentscheider) in zwölf Ländern - Großbritannien (600), Frankreich (450), Deutschland (450), Italien (150), Niederlande (150), Russland (150), Polen (150), Norwegen (150), Schweden (150), Spanien (150), Vereinigte Arabische Emirate (150) und Saudi-Arabien (150). Vanson Bourne führte die Umfrage im Juni und Juli 2020 durch.

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