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Telefonie und Collaboration

VoIP-Security für ein effizientes Business Continuity Management

02. März 2021, 18:27 Uhr   |  Oliver Martin / Redaktion: Antje Müller | Kommentar(e)

VoIP-Security für ein effizientes Business Continuity Management
© Maksim Kabakou / Fotolia

Um effizientes Arbeiten sicherstellen zu können, wurden neue und zuvor kaum genutzte Kommunikationslösungen für Telefonie und Kollaboration implementiert. Doch bietet die rasante Digitalisierung nicht nur Vorteile, mit Folgen für das Business Continuity Management und die Geschäftstelefonie.

Unmittelbar nach dem Lockdown waren die Aktivitäten vieler Unternehmen darauf ausgerichtet, kurzfristig eine möglichst reibungslose Fortführung der Geschäftsaktivitäten sicherzustellen. In der Folge implementierten viele Unternehmen eilig neue Technologien, seien es Softwarelösungen aus der Cloud, Datenbank-Lösungen oder Telefonie- und Collaboration-Tools. Doch bei dieser Adhoc-Digitalisierung ist es wie im privaten Leben: Wenn es schnell gehen muss, steht die Sicherheit an letzter Stelle. Der Security-Anbieter Fortinet hat im Juni Arbeitnehmer aus 17 verschiedenen Ländern, unter anderem Deutschland, aus fast allen Branchen und dem öffentlichen Sektor befragt. Nur 40 Prozent der Unternehmen verfügten der Umfrage zufolge vor der Pandemie über einen Business-Continuity-Plan. Infolge der raschen Umstellung auf Homeoffice haben 32 Prozent der Befragten zuletzt in diesen Bereich investiert. Erforderliche Maßnahmen für ein effektives Management betreffen Handlungsfelder wie die Verfügbarkeit der notwendigen IT-Systeme und somit nicht zuletzt eine stabile Internetverbindung oder die Verfügbarkeit von Servern. Aber auch Parameter wie eine hohe Skalierbarkeit von Ressourcen, Reaktionsschnelligkeit bei der Fehleranalyse und ein umfassendes Monitoring werden in der gegenwärtigen Situation immer wichtiger.

Risiken im Homeoffice

Gerade durch die gegenwärtige Arbeitssituation mit einem hohen Homeoffice-Anteil ergeben sich neue Risiken in der IT-Sicherheit. Besonders kritisch ist die Verwendung privater Endgeräte, die nicht in das zentrale Endpoint-Management des Unternehmens eingebunden sind – sei es das persönliche Notebook, das heimische Festnetztelefon oder das private Smartphone. Eine vom Branchenverband Bitkom durchgeführte Befragung in Deutschland legt dar, dass neun Prozent der Befragten sicher sind, in den vergangenen zwei Jahren Opfer von Abhöraktionen und Cyberangriffen auf ihre Telefonanlagen geworden zu sein. Die Gefahren solcher Attacken sind vielseitig. Über die VoIP-Zugangsdaten können beispielsweise Anruferlisten, Tastenbelegungen und andere spezifische Daten gehackt werden, Telefonate abgehört oder sogar ein Totalausfall des unternehmerischen ITK-Systems hervorgerufen werden. Eine Lösung für die Geschäftstelefonie im Homeoffice bietet unter anderem die Cloud-Telefonie. Dieses Telefonieren per Voice-over-IP über eine virtuelle Telefonanlage ist für viele Unternehmen inzwischen sehr attraktiv geworden. Doch mit zunehmender Verbreitung der Telefonie über IP-Netze steigen auch die Gefahren. Denn während die klassische Telefonie auf einer geschlossenen Punkt-zu-Punkt-Verbindung beruht, nutzt VoIP zur Übertragung das offene IP-Netz.

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2. Vielseitige Angriffsszenarien

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