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Videokommunikation in der politischen Kulturlandschaft

19. Juni 2020, 10:00 Uhr   |  Constanze Fuchs / Redaktion: Antje Müller | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

Schlussfolgerung

Auf den ersten Blick scheinen die Ministerien in Bund und Ländern ihre Hausaufgaben in Bezug auf eine sichere Videokommunikation gemacht zu haben. Doch der Eindruck könnte täuschen, zumindest aber ist Skepsis angebracht. So gibt beispielsweise zu denken, dass viele Ministerien mit Videokommunikationssystemen wie dem von “Cisco” eigenen Angaben nach sehr zufrieden sind (siehe oben). Demgegenüber aber nutzen andere Ministerien wie das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Mecklenburg-Vorpommern genau dieses System aus Sicherheitsgründen nur hausintern oder für Telefonkonferenzen.
Weiter verwundert, dass einige Ministerien Videokommunikationslösungen von Anbietern nutzen, die gerade wegen ihrer mangelnden Sicherheit in den letzten Wochen und Monaten prominent in den Schlagzeilen der internationalen Gazetten vertreten waren.
Diese Lösungen weisen zum Teil nach wie vor gravierende Sicherheitslücken und Datenschutzprobleme auf. Beispielsweise die Verwendung unsicherer Schnittstellen oder die Möglichkeit der Weitergabe von extern gespeicherten Daten an Drittanbieter. Das kann zu kritischen Situationen führen. Zwar sind viele Ministerien beziehungsweise deren Videokommunikationslösungen an das bundeseigene NdB angebunden. Die Daten werden allerdings nicht im eigenen Rechenzentrum, sondern von privaten Dienstleistern gehostet, können also unter Umständen von Dritten abgerufen werden.

Videokonferenzsystem Vidyo
© Vidyo

weltweit ist "Vidyo Connect" in vielen Ministerien und Branchen im Einsatz

Einige Ministerien wie zum Beispiel das niedersächsische Finanzministerium oder das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit prüfen derzeit verschiedene Videokommunikationslösungen mit Blick auf deren sichere Anwendung. Wie sichere Videokommunikation in der Praxis funktioniert, sollten Interessenten unverbindlich testen können. Diesen dringenden Rat geben Experten wie Christoph Mosing, Vorstand der Enghouse AG, die mit “Vidyo Connect” selbst über ein Videokommunikationssystem verfügt. „Anwender haben einen Anspruch auf branchenübliche und bewährte Technologien, damit die Kommunikation bestmöglich gesichert ist“, sagt Mosing (siehe Kasten im Abschitt „Sichere Videokommunikation“).

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1. Videokommunikation in der politischen Kulturlandschaft
2. Lösungen im zentralen Netzverbund
3. Zweierlei Sicherheit?
4. Schlussfolgerung
5. Sichere Videokommunikation

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