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Ricoh-Studie

Verbesserung der Arbeitsleistung durch 4-Tage-Woche

24. Juni 2019, 09:49 Uhr   |  Sophia Stieglitz | Kommentar(e)

Verbesserung der Arbeitsleistung durch 4-Tage-Woche
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Moderne Technologien könnten in Zukunft zu 4-Tage-Wochen führen und sowohl die Produktivität, als auch die Effektivität am Arbeitsplatz steigern. Davon ist laut einer Studie von Ricoh die Mehrheit der Arbeitnehmer in Europa überzeugt.

Die Mehrheit der Arbeitnehmer in Europa (57 Prozent) nimmt an, dass in Zukunft moderne Technologien dazu führen eine Vier-Tage-Woche möglich zu machen. Die verkürzte Woche könnte ihnen dabei helfen die Produktivität und Effektivität am Arbeitsplatz zu steigern. Dies zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie von Ricoh Europe. Das Unternehmen, das unter anderem Dokumentmanagement, It-Services, kommerziellen und industriellen Druck anbietet, befragte hierfür Arbeitnehmer in jeder Altersgruppe.  

Die Zahl der Unternehmen, die eine Vier-Tage-Woche eingeführt haben oder darüber nachdenken, steigt. Die verkürzte Woche soll die Gesundheit und Produktivität der Arbeitnehmer langfristig fördern. Ricoh verweist hierbei auf das Berliner Software-Unternehmen Piano, das die verkürzte Woche bereits eingeführt hat. Die britische Wohltätigkeitsorganisation für medizinische Forschung Wellcome Trust, hat hingegen eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, bevor sie sich gegen das Vier-Tage-Modell entschied. 

Ob sich nun die Unternehmen für oder gegen das Vier-Tage-Modell entscheiden – wichtiger sei im Moment sich auf den Einsatz modernen Technologien zu konzentrieren. 69 Prozent der Arbeitnehmer geben an, dass sich Spitzenunternehmen dadurch auszeichnen in digitale Technologie zu investieren, um ihre Mitarbeiter weiterzubilden. Hierbei betonen sie auch, die entscheidenden Auswirkungen, die die richtigen Werkzeuge und Schulungen auf die Arbeitszufriedenheit und Produktivität haben können. 

Innovation und moderne Technologien sind nicht nur Prioritäten der jüngeren Generationen. Die Studie legt ein besonderes Augenmerk darauf, dass diese Ansicht alle Altersgruppen gleichermaßen teilen. Eine Unterteilung in die Generationen Babyboomer, X, Y und Z, also letztlich alle Jahrgänge ab 1946, ist deshalb irrelevant. Entgegen jeglichen Vorurteilen wünschen nämlich 72 Prozent der Arbeitnehmer sich mehr am Arbeitsplatz zu engagieren und ihre Produktivität durch Weiterbildungen und Technologien zu steigern. 73 Prozent vertrauen auf ihre Fähigkeiten sich an neue Technologien anzupassen. Demzufolge empfiehlt Ricoh den Unternehmen, nicht auf veraltete Generationsunterschiede zu setzen, sondern die Arbeitnehmer als Individuen zu betrachten. 

Hinweis zur Methodik: Die Untersuchung von Ricoh Europe wurde 2019 von Coleman Parks durchgeführt. Teilgenommen haben 4.580 Arbeitnehmer aus Ländern wie Österreich, Belgien, Luxemburg, der Tschechischen Republik, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Portugal, Russland, der Slowakei, Südafrika, Spanien, Schweden, der Schweiz, der Türkei, dem Vereinigten Königreich und Irland.

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