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Ausbau des Ökosystems

Umdenken bei Zoom: integrieren statt integrieren lassen

06. Mai 2021, 15:00 Uhr   |  Antje Müller | Kommentar(e)

Umdenken bei Zoom: integrieren statt integrieren lassen
© Zoom

Mit einem 100-Millionen-Dollar-Risikofonds geht der Videokommunikations-Anbieter andere Wege und stellt die Weichen für Integrationen von Drittanbieter-Apps in Zoom, statt umgekehrt. Mit der Förderung möchte Zoom die Entwicklung von Apps für das eigene Ökosystem beschleunigen.

Der neu eingerichtete Fonds für Zoom Apps soll zum Wachstum des Zoom-Ökosystems beitragen und Übergänge zwischen Kommunikation und Kollaboration für NutzerInnen nahtlos gestalten. Der Anbieter wolle "viele verschiedene Anwendungen unter Zoom versammeln", erklärt Peer Stemmler, Head of DACH bei Zoom. "Durch die Vielfalt an Zoom Apps entstehen nun mehr Kombinationsmöglichkeiten für AnwenderInnen, die vorher nicht gegeben waren". Demnach erhalten Partner beziehungsweise Unternehmen, die Zoom in ihrem Portfolio anbieten, einen Anteil zwischen 250.000 und 2,5 Millionen US-Dollar, wenn sie die Entwicklung neuer Anwendungen ankurbeln. Zoom-KundInnen sollen somit "sowohl im privaten als auch geschäftlichen Kontext kommunizieren und effektiv zusammenarbeiten können", heißt es.

Ausbau des Ökosystems

Das im vergangenen Jahr auf der Hauskonferenz "Zoomtopia" vorgestellte App-Konzept unterscheidet sich von den bisher verfügbaren Anwendungen, die bislang in Anwendungen Dritter integriert wurden. Das neue Lösungsportfolio dient dazu, das eigene Ökosystem um Apps, Plug-ins, APIs und SDKs sowie Hardware weiter auszubauen, um alle alltäglichen Anwendungen an einem Ort zu versammeln. "Ziel des Ausbaus ist es", so Peer Stemmler, Head of DACH von Zoom, "dass Nutzer nicht mehr zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln müssen, sondern einen Ort haben, aus dem heraus sie alles erledigen können". Mit den Integrationen soll eine "ganzheitliche  Nutzererfahrung" geschaffen werden. Derzeit befinden sich bereits, laut Angaben des Anbieters, einige Anwendungen im Bereich der Videokommunikation in der Entwicklung. Mit "Zoom Apps Fund" möchte Zoom auf die hohe Marktnachfrage reagieren und in seine Entwicklungspartner für "rentable Produkte" investieren. Gründer und CEO von Zoom, Eric S. Yuan, beruft sich dabei auf die Philosophie seit der Gründungszeit: "Hätte es die Unterstützung früher Investoren nicht gegeben, wäre Zoom heute nicht das, was es ist“, sagt Yuan. Meetings müssten sowohl produktiv sein als auch Spaß machen und sich für Kunden angenehm gestalten lassen. Gleichzeitig soll der Fond „Unternehmen dabei helfen, neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen, während sich unsere Plattform selbst ebenfalls weiterentwickelt“, erklärt Yuan. Entwicklerinnen und Entwickler von Apps sollen über den App Store profitieren als auch durch zusätzliche virale Live-Promotion in Zoom-Meetings.

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