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Triple Play über Glasfaser

15. Februar 2008, 00:00 Uhr   |  Willi Minnerup | Kommentar(e)

Die neuen Breitband Services wie Triple Play werden in vielen Fällen mit Hybrid-Fiber-Coax- Netzen (HFC) realisiert. Für den Einsatz von Glasfaser werden anwendungsbezogene Test- und Mess-Strategien benötigt.

Von Willi Minnerup

Lichtwellenleiter sind nicht nur ein unverzichtbarer Bestandteil bei leistungsfähigen Backbones, sondern sie werden verstärkt auch als FTTP und FTTD eingesetzt (Fiber to the Premises/Verkabelung bis ins Gebäude; Fiber to the Desk/Verkabelung bis zum Arbeitsplatz). Die Glasfaser-Entwicklung wird vor allem durch die Nachfrage nach zuverlässigen und schnellen Triple-Play-Diensten forciert. Breitbandige Angebote wie Highspeed-Internet, Always-On-Video und Datendienste über IP-basierte Netze gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Testen in hybriden Netzen

Triple-Play-Dienste werden über verschiedene Zugangs-Technologien übertragen, die unter die allgemeine Kategorie FTTx fallen. Diese Abkürzung umfasst eine Reihe von Netzwerk-Architekturen, die Breitbanddienste bis in das Gebäude des Kunden übertragen.

Im Gebäude selbst ist die unterschiedliche Verkabelung ein kritischer Faktor. Dort gibt es je nach den verwendeten Applikationen verschiedene Netz-Optionen. Daher werden die Daten in diesen FTTx- Netzen per Glasfaser-, Kupfer- oder Koaxialkabel, drahtlose Verbindungen oder eine Mischung davon zu den jeweiligen Endgeräten übertragen.

Der Einsatz von Glasfaser ist nur durch umfassende Netzwerk-Planung möglich. Wichtig ist auch eine sorgfältig definierte, anwendungsbezogene Test- und Mess-Strategie, die keinen Spielraum für Fehler oder Verzögerungen erlaubt.

Die Rückstreu-Messung an Lichtwellenleitern mithilfe eines OTDR (Optical Time Domain Reflectometer) ermöglicht zum Beispiel Aussagen über die Eigenschaften der verlegten Glasfasern; feststellen lassen sich Dämpfung und die Koeffizienten, Störstellen an Steckern und Spleißen, Reflexionen und Unterbrechungen.

Ist die Brechzahl der gemessenen Faser bekannt, kann auch die Entfernung bis zu dem jeweiligen Fehlerpunkt bestimmt werden. Das ist zum Beispiel hilfreich für den Netzbetreiber, wenn bei einem Kabelbruch die genaue Stelle eruiert werden muss, um die Panne möglichst schnell reparieren zu können.

Erweiterung für Feldtester

JDSU bietet ein optisches Testmodul für seinen Feldtester. Dieses wurde speziell für die Triple-Play-Anforderungen der Außendienst-Techniker entwickelt, die PON-basierte (Passive Optical Network) FTTx-Netze installieren und warten. Das Modul kann den optischen Pegel der beiden Downstream-Signale (1.490 nm und 1.550 nm) sowie des Upstream-Signals (1.310 nm) in einem FTTx/PON-System messen und ermöglicht die anwenderdefinierbare Festlegung von Schwellwerten zur einfachen OK/Fehler-Bewertung.

Der Handtester gewährleistet laut Hersteller die gesamte Breite der Testanwendungen, auf die Außendiensttechniker bei der Installation und Wartung von Netzdiensten angewiesen sind. Mit den automatischen Funktionen zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität ist das Gerät für die Zugangsnetze in Kupfer- und Glasfaser- Architektur geeignet. Zu den optionalen Funktionen gehören VoIP- und IP-Video-Tests.

Die grafische Benutzeroberfläche ermöglicht auch weniger erfahrenen Anwendern die Ausführung der einfachen OK-Fehler- Analyse über die für jede Wellenlänge Anwender- definierbaren oder vorgegebenen Schwellwerte. Die grafische Anzeige der Messungen bei allen drei Wellenlängen erleichtert die Signalauswertung über einen längeren Zeitraum, so dass kurzzeitige Ausfälle erkannt werden.

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1. Triple Play über Glasfaser
2. Für Access- und Metro-Netze

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