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Trends und Treiber im aktuellen Markt

16. August 2018, 15:17 Uhr   |  Autor: Maximilian Fried / Redaktion: Sabine Narloch

Trends und Treiber im aktuellen Markt
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Managed Services, Automatisierung, Künstliche Intelligenz – all das wird die Arbeit der IT-Abteilungen verändern. Verschwinden werden sie deshalb nicht; auch wer große Teile der IT-Aufgaben an einen externen Dienstleister auslagert, benötigt zur Steuerung und Führung eine leistungsstarke eigene IT.

Die IDC-Studie „Der Markt für IT-Services“ prognostiziert ein stetiges Wachstum bei IT-Services in Deutschland von durchschnittlich 1,4 Prozent jährlich bis 2021 – auf ein Marktvolumen von 32,8 Milliarden Euro. Für diese Entwicklung sind vor allem zwei Treiber verantwortlich: IT-Abteilungen lagern zunehmend Regeltätigkeiten wie Monitoring, Back-up und User-Helpdesk aus. Immer beliebter ist es beispielsweise, das Management der Basisinfrastruktur, also der Arbeitsplatzgeräte, die Anbindung an das Internet oder die IT-Security als Managed Service zu nutzen. Denn diese Jobs nehmen sehr viel Zeit in Anspruch und gehören meist auch zu den eher unbeliebten Tätigkeiten. Gleichzeitig stellen Fachabteilungen insbesondere aufgrund der Digitalen Transformation stetig neue Anforderungen an die IT, beispielsweise hinsichtlich der CRM-Prozesse, dem automatischen Rechnungsmanagement, hybriden Cloud-Strukturen, der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) oder Office-365-Applikationen.

Wachstum rund um Security-Themen
Vielen IT-Abteilungen fehlt jedoch das Know-how, um bestimmte Spezialthemen umsetzen zu können. Ein Beispiel dafür ist das komplexe Thema Security. Das trifft insbesondere dann zu, wenn ein Unternehmen gewachsene Strukturen hat, die über verschiedene Standorte hinweg verteilt sind. Denn die Mitarbeiter sind heutzutage  mobil wie nie zuvor. Ob im Außendienst, auf einerGeschäftsreise, in einer Zweigstelle oder im Homeoffice – sie wollen überall und rund um die Uhr auf Daten beziehungsweise Applikationen zugreifen und auch die Vielzahl der Endgeräte sollten stets auf dem aktuellen Stand sein. Und gerade das stellt IT-Abteilungen vor neue Herausforderungen und erfordert Spezialwissen – beispielsweise beim klassischen Endpoint-Management, angefangen beim Einspielen von Patches und Antiviren-Software bis hin zum Mobile Device Management von Smartphones und Tablets.

Weil internen IT-Abteilungen diese Expertise oftmals fehlt, werden Themen wie Festplattenverschlüsselung, E-Mail-Service oder eine sichere Datenübertragung zunehmend in die Betriebsverantwortung von Managed-Services-Dienstleistern übergeben. Aktuell hat das Thema Security aufgrund der stetig steigenden Bedrohungslage durch Cyber-Kriminelle und der höheren Anforderungen durch die neue EU-DSGVO einen besonders hohen Stellenwert in Unternehmen. Angebote für ein kontinuierliches und vorausschauendes IT Security Monitoring und IT Risk Detection sowie Security Operations werden immer öfter als Service eingekauft. So ist es nicht verwunderlich, dass Frost & Sullivan in seiner Studie „EMEA Managed Services Market, Forecast 2021“ bis zum Jahr 2021 eine jährliche Wachstumsrate für den Managed-Security-Service-Markt in EMEA von 14,1 Prozent prognostiziert. Bis 2021 soll dieser Markt voraussichtlich 8,26 Milliarden US-Dollar erreichen (2016 waren es nur rund 4,27 Milliarden US-Dollar).

Darüber hinaus haben auch Themen wie Künstliche Intelligenz (KI) und Intent-Based Networking große Auswirkungen auf IT-Abteilungen und Managed Services. Dank dieser Technologien lassen sich Dienstleistungen deutlich besser automatisieren. Beim Netzwerkbetrieb können die Komplexität beseitigt, die IT-Anwendungen optimiert und die Betriebskosten gesenkt werden, indem menschliche Fachkenntnisse mit Automatisierung kombiniert werden. Chatbots sind beispielsweise in der Lage, Tickets anzunehmen und mit automatisierten Antworten auf regelmäßig wiederkehrende Fragen zu reagieren. Mit Hilfe dieser virtuellen Agenten werden die Support-Mitarbeiter erheblich entlastet. Im Zusammenspiel von Machine Learning und Big-Data-Analysen lassen sich das Asset und Configuration Management um ein Vielfaches vereinfachen.

Und das spielt gerade in Zeiten des stärker werdenden Fachkräftemangels eine große Rolle. So zwingt er Unternehmen dazu, immer öfter solche Technologien einzusetzen, weil sie die dafür benötigten Mitarbeiter nicht an Bord haben. Gerade die Bereitstellung von KI-Lösungen ist mit einem großen Aufwand an Software, Hardware und Manpower verbunden. Gleichzeitig erfordern sie neue Infrastrukturen und technische Ressourcen. Deshalb greifen Unternehmen auch in diesem Bereich immer öfter auf die Expertise von Dienstleistern
zurück.

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1. Trends und Treiber im aktuellen Markt
2. Die IT-Abteilung wird in Zukunft zum IT-Manager

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