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Digitalisierung im Mittelstand

Transformation mit Hindernissen

13. Oktober 2017, 09:52 Uhr   |  Stefan Adelmann

Transformation mit Hindernissen
© fotolia / j-mel

funkschau hat zusammen mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) eine Umfrage unter Mittelständlern durchgeführt, die einen interessanten Einblick in deren Digitalisierungsprozess verschafft. Noch gibt es zahlreiche Hemmschwellen, die den Prozess verlangsamen.

Die meisten mittelständischen Unternehmen stehen der Digitalen Transformation grundsätzlich positiv gegenüber. Das ergab eine gmeinsame Umfrage von funkschau und BVMW unter deutschen Mittelstandsentscheidern aus den unterschiedlichsten Branchen – von Handwerk über Marketing und Handel bis hin zu Maschinenbau – deren Ergebnisse zwar nicht repräsentativ für die Gesamtheit der deutschen Mittelständler sind, und doch einen mehr als spannenden Einblick in ihre Digitale Transformation gewähren. So erklärten rund 79 Prozent der über 420 Teilnehmer, dass sie in der Digitalisierung viel Potenzial sehen, nur etwa vier Prozent erwarten sich keinerlei Vorteile oder Folgen von der aktuellen Entwicklung. Die Entscheider berichten dabei von der Stimmungslage aus Unternehmen der unterschiedlichsten Größenordnung. Während ein großer Teil (knapp 40 Prozent) in Betrieben mit bis zu zehn Beschäftigten arbeitet, sprechen rund 20 Prozent der Teilnehmer für Unternehmen mit elf bis 99 und über 26 Prozent für Unternehmen mit 100und mehr Mitarbeitern. Es sind also längst nicht nur Konzerne, die sich mit der Thematik Digitalisierung auseinandergesetzt haben und diese selbst vorantreiben.

Digitalisierung Mittelstand
© funkschau

Ein entscheidender Erfolgsfaktor?

Während viele der Teilnehmer der Digitalisierung im Grunde sehr positiv und aufgeschlossen gegenüberstehen, sind sich noch nicht alle Unternehmen in Hinblick auf die Effekte der voranschreitenden Transformation einig. Knapp die Hälfte der Befragten (45,5 Prozent) bewertet die zunehmende Technisierung der Prozesse als entscheidenden Faktor für den eigenen Erfolg, rund 22 Prozent können den Einfluss auf den Betrieb hingegen noch nicht bemessen. Keinerlei Effekte auf den eigenen geschäftlichen Erfolg erwarten anscheinend aber nur die wenigsten Unternehmen. Lediglich 4,5 Prozent gehen von einem ausbleibenden Einfluss aus.

Noch heterogener fällt die jeweilige Höhe der Investitionen in die eigene Digitalisierung aus. Während elf Prozent der Befragten über zehn Prozent des Umsatzes für Digitalprojekte ausgeben, bilden die größte Gruppe mit rund 24 Prozent die Unternehmen, die zwei bis fünf Prozent investieren. Gleich dahinter folgen mit mehr als 22 Prozent die Teilnehmer, die aktuell zwei Prozent des Umsatzes oder weniger in die Hand nehmen.

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1. Transformation mit Hindernissen
2. „Die Technik ist komplex, unverständlich“

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