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TK-Anlagen: klassisch vs. virtuell

TK-Anlagen nicht gegen die Wand fahren

13. März 2014, 09:55 Uhr   |  Axel Pomper, Redaktion funkschau | Kommentar(e)

TK-Anlagen nicht gegen die Wand fahren
© fs - Quelle: fotolia

Auch bei TK-Anlagen sind Sicherheitsaspekte essenziell, damit es nicht zum Crash kommt.

Seit der Snowden-Enthüllung ist das Thema Sicherheit in aller Munde - auch im Hinblick auf TK-Systeme. Klassische TK-Anlagen sehen sich dabei ganz anderen Sicherheitslücken ausgesetzt als Lösungen aus der Cloud. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die Sicherheitsanforderungen der Anwender zu erfüllen? funkschau befragt führende Hersteller im Simultaninterview.

Erst kürzlich warnte der Branchenverband Bitkom vor zunehmenden Hackerangriffen auf Telekommunikations-Anlagen. Hacker verwenden dabei eine automatisierte Software, mit der sie abends und nachts massenhaft kurze Testanrufe durchführen und Rufnummernblöcke von Unternehmen nach Schwachstellen durchsuchen. Ist die Software erfolgreich, kann sie auf die jeweilige Nebenstelle zugreifen und den Angriff sofort beginnen. Meist werden wiederholt kostenpflichtige Nummern im Ausland gewählt, wodurch Betroffenen enorme Kosten entstehen. Das längst totgeglaubte Schreckgespenst aus Modem-Zeiten, der „Dialer“, ist alles andere als überwunden.

Sichere Passwörter und Sperrlisten in der TK-Anlage, die nicht benötigte Zielrufnummern und Rufnummerngruppen unterbinden, sind für Schutz gegen Dialer unerlässlich. In vielen Unternehmen sind die TK-Anlagen drüber hinaus durch Bring-Your-Own-Device- oder Unified-Communications-Konzepten an mobile Endgeräte wie Laptops, Tablets oder Smartphones geknüpft. Für Angreifer stehen daher immer mehr potenzielle Angriffsziele zur Verfügung.

Die Befragten Unternehmen waren sich einig darin, dass der Umsetzung solcher Konzepte zunächst eine Bedarfsanalyse zu den Sicherheitsanforderungen voraus gehen sollte. Verhaltensregeln, End-to-End-Verschlüsselung und Mobile-Device-Management (MDM) helfen, unangenehmen Überraschungen vorzubeugen, etwa beim Verlust des Geschäftshandys oder beim Ausscheiden eines Mitarbeiters aus dem Unternehmen. Weniger Einigkeit herrschte dagegen etwa bei der Frage, welchen Einfluss der NSA-Skandal auf das Sicherheitsbewusstsein der Anwedender hatte, während klar war, dass Sicherheit von TK-Systemen ein Thema sein muss. funkschau lässt im zweiteilligen Simultaninterview insgesamt 13 führende Anbieter von TK-Anlagen und IP-Centrex zum Thema Sicherheit zu Wort kommen. Die ersten zehn Interviewteilnehmer finden Sie auf den folgenden Seiten.

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1. TK-Anlagen nicht gegen die Wand fahren
2. Fünf Fragen: Aastra Deutschland
3. Fünf Fragen: Addix
4. Fünf Fragen: Agfeo
5. Fünf Fragen: Auerswald
6. Fünf Fragen: Bintec Elmeg
7. Fünf Fragen: Cisco
8. Fünf Fragen: Innovaphone
9. Fünf Fragen: Starface
10. Fünf Fragen: Swyx
11. Fünf Fragen: Unify
12. Exkurs: Fünf Gründe für den Umstieg auf virtuelle Telefonanlagen

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