Schwerpunkte

Strategien für Triple Play

01. Februar 2008, 00:00 Uhr   |  funkschau sammeluser | Kommentar(e)

Triple Play, der Vertrieb von Video, Telefonie und Daten über eine Verbindung, sind gegenwärtig das große Zukunftsthema bei den Telkos weltweit. Auch in Deutschland wächst die Zahl der Angebote.

Von Axel Witzki

Für Telkos bedeutet die Investition in Triple Play, den bestehenden DSL- und Sprachprodukten eine dritte Komponente, IPTV, hinzuzufügen. Allerdings stellt das Ziel, ein profitables Geschäftsmodell mit Triple Play zu entwickeln, eine gewaltige Herausforderung dar: Erstens, weil die Telkos keine Erfahrung mit TV-Angeboten haben, und in Konkurrenz mit klassischen DVB-T-, Kabel- und Satellit-TV-Anbietern stehen. Zweitens, weil ihre Netze zu hohen Kosten aufgerüstet werden müssen.

Es stellt sich also zum einen die Frage, wie sich das Telko-IPTV vom klassischen und vom kostenlosen Internet-Fernsehen differenzieren kann, also nach den Geschäftsmodellen. Schlagwörter sind hier Interaktivität und Personalisierung. Und da es sich bei Triple-Play-Netzen um komplexe Systeme handelt, sind darüber hinaus technologische Aspekte der Netzaufrüstung von fundamentaler Bedeutung. Das bezieht sich grundsätzlich auf die gesamte Bandbreite der Netzstruktur wie Middleware, Endgeräte, Verkabelung und Aggregation. Wir befragten Hersteller und Netzbetreiber nach ihrer Meinung.

Engpässe auf der zweiten Meile

Volker Lempert, Director Business Development Carrier bei Adva Optical Networking: „Durch IPTV und mehr noch durch Video on Demand steigt der Bedarf an Bandbreite immens. Serviceprovider müssen durch Verwendung der schnellen DSL-Varianten Haushalte nicht direkt mit Glasfaser anbinden und haben vorerst genügend Bandbreite auf der ersten Meile. Doch das Bandbreitenproblem ist damit nur verschoben. Engpässe entstehen insbesondere auf der zweiten Meile. Für Anbieter ist eine der ökonomischsten Lösungen, auf Ethernet als Transportprotokoll zu setzen und zusätzlich die Vorteile von optischen Netztechnologien zu nutzen. WDM (Wavelength Division Multiplexing) skaliert nicht nur hervorragend, sondern stellt auch eine ideale Infrastruktur dar, die sowohl neue Ethernet-basierte Dienste und IP-basierte DSLAMs (DSL Access Multiplexer) als auch vorhandene SDH-Dienste (Synchronous Digital Hierarchy) und ATM-DSLAMs (Asynchronous Transfer Mode) unterstützt – ein wichtiger Aspekt für eine einfache und sichere Migration und gleichzeitigen Investitionsschutz.“

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1. Strategien für Triple Play
2. Nutzer können mitgestalten
3. Effiziente Verteilung
4. Durchgängige Architektur
5. Strategische Bedeutung
6. Verbraucher bestimmen selbst
7. Benutzerfreundlichkeit im Fokus

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