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Sichere Alternativen zu Zoom

Spione im Homeoffice

09. Juni 2020, 15:31 Uhr   |  Autor: Lars Bube | Kommentar(e)

Spione im Homeoffice
© Zoom

In der Eile der letzten Wochen haben zahlreiche Unternehmen und Behörden unsichere Lösungen wie Zoom eingeführt. Spätestens jetzt wäre es für IT-Abteilungen und -Dienstleister an der Zeit, hier nachzubessern. Doch viele behalten sie aus Bequemlichkeit oder Unwissen einfach bei.

Die spontane Verlegung ganzer Teams und Abteilungen ins Home Office in den letzten Wochen war für viele Unternehmen und Behörden ein Kraftakt, der ihre IT-Abteilungen oft überfordert hat. Dadurch sind teils eklatante Sicherheitslücken entstanden, deren Beseitigung im weiteren Verlauf nun häufig verschlafen wird. Aus Bequemlichkeit und der Angst, die Mitarbeiter mit der Einführung weiterer Tools und Prozesse zu nerven, werden die oft hastig und ohne eingehende Prüfung ausgesuchten Lösungen einfach weiter genutzt. Besonders betroffen davon ist der Bereich Kommunikation. Um den Kontakt nicht abreißen zu lassen und Meetings und Konferenzen schnell und effizient ins Netz zu verlegen, griffen viele Unternehmen einfach zur nächstbesten Lösung.

Oft waren es dabei sogar die Mitarbeiter selbst, die sich nach ihrem Geschmack aus dem mannigfaltigen Angebot an kostenloser Software für Chats und Videokonferenzen bedienten, ohne zuvor die IT-Abteilung zu befragen. Was im ersten Moment ein wichtiger Schritt gewesen sein mag, um die Geschäftstätigkeit ohne Unterbrechung aufrecht zu erhalten, kann im Nachgang jedoch schnell zum Spiel mit dem Feuer werden. Insbesondere gilt das, wenn Mitarbeiter- und Kundendaten oder gar eigene Geschäftsgeheimnisse Teil der Kommunikation sind. Denn viele der Lösungen weisen erhebliche Schwachstellen auf, sei es in der Software selbst, oder aber in fehlenden Sicherheitsfeatures wie einer soliden Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Ein typisches Beispiel dafür ist die Videokommunikationsplattform Zoom, die in den letzten Wochen zum neuen Standard in vielen Meetings wurde und damit einen rasanten Aufstieg erlebte. Dass ihr jedoch bislang eine sichere Verschlüsselung fehlt und die Daten somit unverschlüsselt auf den Servern des Anbieters landen, wird einfach ausgeblendet.

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