Schwerpunkte

Ambient Assisted Living

Smarte Geräte als Retter in der Not

13. April 2016, 17:56 Uhr   |  Autor: Tillmann Braun / Redaktion: Markus Kien | Kommentar(e)

Smarte Geräte als Retter in der Not
© Telegärtner

Ältere und hilfsbedürftige Menschen rücken bei Smart Home-Lösungen stärker in den Fokus.

Bereits heute ist jeder fünfte Deutsche über 65 Jahre alt und in den nächsten Jahren wird der Anteil älterer Menschen weiter rasant zunehmen. Mit dem Wandel der Gesellschaft erfolgt auch eine Trendwende im IT-Bereich. Immer mehr Unternehmen und Entwickler setzen auf intelligente, oftmals vernetzte Geräte, die das Leben nicht nur leichter, sondern auch lebenswerter und sicherer machen.

Fitness-Armbänder für Hobby-Sportler sowie Laufenthusiasten, die sich automatisch mit dem Heimnetzwerk verbinden und Daten vergleichen, gibt es bereits in allen Varianten und Formen. Bei all den Fitness-Trends wurden viele Kunden in den vergangenen Jahren jedoch vergessen: ältere sowie hilfsbedürftige Menschen. Das ändert sich langsam. Statt Komfort und Spaß stehen bei neuen Lösungen zusätzlich Sicherheit und Nutzen im Vordergrund.

Sowohl Ministerien wie das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung als auch die EU unterstützen bereits eine Vielzahl an Projekten und Initiativen, die ein selbstbestimmtes Leben auf Basis smarter Vernetzung fördern. Bei einem Projekt, an dem die TU Chemnitz beteiligt ist, kommen beispielsweise Sensoren zum Einsatz, die in Tassen und anderen Gegenständen im Haushalt integriert sind, und die Pflegepersonal wie Ärzten oder Therapeuten wichtige Informationen zum Konsumverhalten zur Verfügung stellen können. Die TU Ilmenau wiederum hat ein Wohnumfeld entwickelt, das mit einer Sensorik zur Erfassung von Gesten und Sprachbefehlen ausgestattet ist und dem Nutzer eine Bedienung der Haustechnik über natürliche Kommunikationswege ermöglicht. Als Orientierungshilfe kommt ein Schuh mit
Vibrationsmechanismus zum Einsatz. Mit Hilfe des Lokalisierungssystems wird das Pflegepersonal immer über die aktuelle Position der Bewohner informiert und trägt so zu einer größeren Sicherheit der Senioren bei. Die vibrierende Orientierungshilfe ist in einem Schuh integriert, da dieser - im Gegensatz zu entsprechenden Armbändern oder anderem Equipment - nicht so leicht vergessen oder gar verloren wird.

Seite 1 von 3

1. Smarte Geräte als Retter in der Not
2. Alltagshelfer für Menschen mit Behinderungen
3. Intelligente Gegensprechanlage und digitale Armbänder

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Linkedin teilen Via Mail teilen

Verwandte Artikel

Telegärtner Elektronik GmbH , Telegärtner Karl Gärtner GmbH