Prozessoptimierung durch DSL-Autokonfiguration

1. Januar 1970, 1:00 Uhr | funkschau sammeluser | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Order Management und Provisionierung

Die Bestellung und Provisionierung (Anschaltung) eines Breitband-Produktes ist ein Prozess, der eine ganze Reihe von Komponenten und Systemen des Netzbetreibers oder ISP einbezieht, und bei dem eine Vielzahl von Schnittstellen, auch zu externen Systemen zu bedienen sind. Die möglichst vollständige Automatisierung des Bestell- und Provisionierungs-Prozesses für einen DSL-Anschluss ist das Ziel eines jeden Netzbetreibers, da jede Interaktion von Menschen mit Kosten verbunden ist. Dem ACS kommt hier eine zentrale Rolle zu, da es mithilfe dieses Systems möglich ist, die Aktivitäten des Kunden darauf zu beschränken, dass er das Gerät an das Netz (Splitter) sowie die Stromversorgung anschließt und anschaltet. Neben dem Komfort, den ein solcher Ansatz für den Kunden bietet, vermeidet er auch typische Fehler bei der Einrichtung des Anschlusses und trägt damit schon zu einer Reduzierung der Support-Anfragen bei.

Im Rahmen des Bestellprozesses kommuniziert das Order-Management-System mit dem ACS und legt den Kunden in der ACS-Datenbank an. Kundenspezifische Attribute wie bestellte Dienste (VoIP, et cetera) werden im ACS gespeichert. Anschließend wird das CPE an den Kunden versendet. Sobald der Kunde das Gerät anschließt baut es eine im TR-069-Standard definierte Kommunikation zum ACS auf zur Authentifizierung und Konfiguration (Inform Bootstrap). Diese Kommunikation ist in (2) detailliert beschrieben.

Die automatische Konfiguration des CPE über den ACS wird häufig als „Zero-Touch“-Konfiguration bezeichnet. Hier gibt es unterschiedliche Ausprägungen, die sich im Wesentlichen dadurch unterscheiden, anhand welcher Informationen die Identifikation des Gerätes und die Relation zum Kunden hergestellt werden. Ein wesentlicher Aspekt in dem gesamten Prozess ist, dass Bestellung und Provisionierung sehr asynchron sind: Nach Bestellung des DSL-Anschlusses wird in der Regel der DSL-Router an den Kunden geschickt. Die Anschaltung erfolgt aber deutlich später. Ist nun die automatische Konfiguration des CPE über den ACS erfolgt, ist aber der eigentliche Order- und Provisionierungsprozess noch nicht abgeschlossen. Vielmehr muss nun eine Rückmeldung des ACS an das OMS (Order Management System) erfolgen. Aufgrund der Rückmeldung, dass die Anschaltung erfolgt ist, kann nun das Billing-System über den Beginn der Abrechnung informiert werden. Darüber hinaus ergeben sich aber noch weitere Möglichkeiten.


  1. Prozessoptimierung durch DSL-Autokonfiguration
  2. Prozessintegration mit ACS
  3. Order Management und Provisionierung
  4. Diagnose und Qualität
  5. Einbindung in Applikationen des Customer-Care-Bereichs
  6. CRM und Data Mining
  7. Kundenportale und Self-Care
  8. Fazit
  9. Portrait

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