Prozessoptimierung durch DSL-Autokonfiguration

1. Januar 1970, 1:00 Uhr | funkschau sammeluser | Kommentar(e)

Der Breitband-Markt und die damit verbundenen Dienste wie Voice over IP, IPTV und Video on Demand sind hart umkämpft. Daher ist es für die Netzbetreiber und ISPs unumgänglich, den Aufwand bei der Bereitstellung neuer Anschlüsse sowie neuer Dienste zu optimieren und durch qualitativ hochwertigen Kunden-Service die gewonnenen Kunden zu binden. Eine entscheidende Komponente für die Umsetzung dieser Ziele sind so genannte Auto Configuration Server.

Von Dr. Markus Eisel und Thomas Hock

Ende 2007 existierten zirka 18 Millionen DSL-Anschlüsse (Digital Subscriber Line) in Deutschland; weltweit etwa 200 Millionen. In Relation zur Anzahl der deutschen Haushalte (zirka 39 Millionen) besteht hier noch ein nicht unerhebliches Potenzial. Die Tabelle zeigt die Entwicklung des europäischen DSL-Marktes bis zum Jahr 2010.

Im Gegensatz zu diesem Wachstum und den erweiterten Diensten steht die immer geringere Marge auf Grund des heftigen Preiskampfes zwischen den Anbietern. Daher ist es für die Netzbetreiber und ISPs unumgänglich, den Aufwand bei der Bereitstellung neuer Anschlüsse und neuer Dienste zu optimieren sowie durch qualitativ hochwertigen Kunden-Service und integrierte Produkte die gewonnenen Kunden zu binden. Eine entscheidende Komponente für die Umsetzung dieser Ziele sind so genannte Auto Configuration Server.

Auto Configuration Server

Auto Configuration Server – kurz ACS – sind Netzmanagement-Applikationen zur Überwachung und zum Management von so genannten CPEs (Customer Premise Equipment), also Netzwerk-Komponenten, die beim Endkunden der Netzbetreiber und ISPs stehen. ACS nutzen den vom DSL-Forum definierten Standard TR-069 und Erweiterungen hiervon (zum Beispiel TR-104, TR-111) für das Management von über DSL angebundenen Geräten (mehr Infos zum DSL-Forum Technical Reports, siehe: http://www.dslforum.org/techwork/ treports.shtml). Für andere Übertragungstechnologien und die dazugehörigen CPE gibt es weitere Standards, zum Beispiel MAC (Media Access Control) ein auf Docsis (Data over cable service interface specification) basierendes Protokoll für über das Fernseh-Kabelnetz angebundene Kabelmodems.

Das TR-069-Protokoll und die darin standardisierte Kommunikation zwischen ACS und CPE ist bereits in unterschiedlichen Artikeln behandelt worden (siehe Hinweis (1)) und soll hier nicht weiter vertieft werden. Im Folgenden soll vielmehr dargestellt werden, wie ein ACS in die Systemlandschaft der Netzbetreiber integriert werden kann, um zur Automatisierung von Geschäftsprozessen beizutragen, den Kundenservice zu optimieren und durch die erweiterten Möglichkeiten neue Dienste anbieten zu können.

 


  1. Prozessoptimierung durch DSL-Autokonfiguration
  2. Prozessintegration mit ACS
  3. Order Management und Provisionierung
  4. Diagnose und Qualität
  5. Einbindung in Applikationen des Customer-Care-Bereichs
  6. CRM und Data Mining
  7. Kundenportale und Self-Care
  8. Fazit
  9. Portrait

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