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Druckinfrastruktur

Print als Teil der Gesamtstrategie

24. November 2020, 10:04 Uhr   |  Sabine Narloch | Kommentar(e)

Print als Teil der Gesamtstrategie
© Galina Peshkova/123rf

Das Thema Druckinfrastrukturen wird in Unternehmen oftmals vernachlässigt. Dabei kann sich eine veraltete Druckinfrastruktur durchaus negativ auf die Cloud-Migrationsstrategie auswirken; das gaben zumindest 57 Prozent der Befragten bei einer von Lexmark in Auftrag gegebenen IDC-Studie an.

Wenn es um Digitalisierung geht, steht die Notwendigkeit von Investitionen in eine Cloud-Infrastruktur für 79 Prozent der befragten Organisationen außer Frage. Doch ebenfalls 79 Prozent haben Schwierigkeiten bei der Aktualisierung oder dem Austausch bestehender Druckhardware. Diese beiden Zahlen deuten darauf hin, dass bei der Digitalen Transformation das Thema Drucker zu wenig mitgedacht wird.

Nun ist in den vergangenen Jahren viel über das papierlose Büro gesprochen und geschrieben worden. Etliche Unternehmen haben die Investition in neue Drucker beziehungsweise Druckinfrastruktur aus diesem Grund nicht mehr für nötig erachtet. Doch wann ist eine Druckinfrastruktur veraltet und was sind die Konsequenzen? Michael Lang, Director Channel Sales DACH bei Lexmark Deutschland, erklärt dies folgendermaßen: „Unter veralteten Druckinfrastrukturen verstehen wir typischerweise Drucksysteme beziehungsweise Druckerflotten, die nicht mehr die in den letzten Jahren rasant fortgeschrittenen Anforderungen an Sicherheit, Cloud-Kompatibilität, Analytics, Energiesparmodi und Dokumentenverarbeitung erfüllen.“ Diese Flotten würden sich durch einen Mix an Marken, Konfigurationen und Altersklassen auszeichnen. Und dieser Mix könne zum Knackpunkt werden. „Die fehlende beziehungsweise mangelnde Kompatibilität und Interoperabilität zwischen den alten und neuen Geräten sowie zwischen den Geräten unterschiedlicher Hersteller kann sich negativ auf die Gesamt-Digitalisierungsstrategie eines Unternehmens auswirken“, so Lang weiter.

Mehr Druck beim Thema Drucker?
Dennoch zögern Unternehmen, das Thema Drucker anzugehen. 57 Prozent der Befragten planen keine Erneuerung ihrer Druckinfrastruktur im Rahmen größerer Digitalprojekte. Lang sieht als Grund für dieses Verhalten „die teils noch fehlende Erkenntnis, dass Print integraler Wegbereiter der Digitalisierung eines Unternehmens ist“. Aber auch Überlastung der IT-Abteilungen sowie die Macht der Gewohnheit seien Gründe, warum Unternehmen die Printthematik nur langsam angehen. Bei der Frage, ob Drucker und Druckinfrastruktur bei der Ausarbeitung einer Cloud-Strategie bereits mitgedacht werden, sieht Lang in jedem Fall „noch viel Luft nach oben“.

Wichtig für Unternehmen hierzulande ist der Sicherheitsaspekt. In der Studie nannten 81 Prozent der Befragten die Gewährleistung der Sicherheit von Druckinfrastruktur und -geräten als eines der hemmenden Themen. Wichtig sei für die Unternehmen, „dass die Cloud in Deutschland beziehungsweise innerhalb der EU gehostet wird“, so Lang. Die Sicherheit ist dabei aber letztlich gleichauf mit Themen wie der IT-Belastung, die durch die Verwaltung von Druckern und Druckservern entstehen könne, oder den Kosten für die Druckinfrastruktur, die IT-Entscheidungsträger auf sich zukommen sehen (in beiden Fällen 81 Prozent).

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