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Rückzug aus TK-Geschäft

Panasonic schließt Business Communications-Sparte

04. Dezember 2020, 14:16 Uhr   |  Autor: Stefan Adelmann | Kommentar(e)

Panasonic schließt Business Communications-Sparte
© Panasonic

Panasonic zieht sich aus dem Markt für TK-Anlagen, Telefone und auch Scanner zurück, in spätestens zwei Jahren will der Hersteller den Bereich schließen. Gründe sollen der hohe Konkurrenzdruck, die rückläufige Nachfrage sowie die rasche Verschiebung hin zu Cloud-Lösungen sein.

Panasonic will seinen Business Communications-Bereich schließen. Das geht aus einer Nachricht hervor, die der Hersteller an Partner versendet hat. Im Schreiben von Carlos Osuna, das ICT CHANNEL, der Schwesterzeitschrift der funkschau, vorliegt, erklärt der Business Unit-Leiter, dass sich Panasonic in den kommenden zwei Jahren komplett aus dem Geschäft mit Telekommunikations-Lösungen zurückziehen will. Dazu zählen vor allem TK-Anlagen und Telefone, aber auch Scanner.

Laut Osuna habe Panasonic zuvor hart daran gearbeitet, um das Geschäft weiterführen zu können und die eigene Struktur sowie Partnerschaften so »nachhaltig« wie möglich zu gestalten. Jedoch sei dies vor allem in Hinblick auf die aktuell limitierten Produktionskapazitäten nicht mehr möglich gewesen. Allgemein nennt der Manager den “stark rückläufigen Markt” als Hauptgrund für die Entscheidung sowie die rasante Verschiebung hin zu Cloud-Lösungen. Man konnte laut dem Manager aber auch in der technologischen Entwicklung nicht mehr zum Wettbewerb aufschließen.

Panasonic befindet sich jetzt in Gesprächen mit der Distribution und will auch Partner im Detail über die nächsten Schritte informieren. Die Schließung des TK-Bereichs ist Teil einer größeren Umstrukturierung des japanischen Herstellers. Im vergangenen November hatte das Unternehmen bereits die Transformation hin zu einer Holding-Struktur bis 2022 bekanntgegeben und im Zuge dessen angekündigt, unrentable Bereiche prüfen zu wollen. Ab dem 1. April 2021 wird darüber hinaus Yuki Kusumi den Posten des CEO von Kazuhiro Tsuga übernehmen. Er war zuvor verantwortlich für das Automotive-Geschäft. Der neue CEO könnte den bereits zuvor eingeleiteten Wandel von einem CE- und ITK-Hersteller hin zu einem Automobil-Zulieferer weiter beschleunigen und vorantreiben.

Zuerst erschienen auf ict-channel.com.

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