Schwerpunkte

Headsets und virtuelle Zusammenarbeit

Nicht nur der Ton macht die Musik

22. Dezember 2020, 16:00 Uhr   |  Autor: Anton Döschl / Redaktion: Lukas Steiglechner | Kommentar(e)

Nicht nur der Ton macht die Musik
© Cisco Systems

Sei es im Großraumbüro, im Homeoffice oder im Einzelbüro mit Fenster zum angrenzenden Kindergarten: Störende Umgebungsgeräusche sind - vor allem während eines virtuellen Meetings - oft nur lästig.

Eine Geräuschkulisse ist bei der Arbeit störend und das unabhängig vom Standort. Ganz besonders kommen die "Störer" in die Quere, wenn es darum geht, digital an Konferenzen teilzunehmen. Damit Meetings ungestört verlaufen können, braucht es Headsets, die Geräusche filtern und unterdrücken.

Corona wirkt wie ein Zeitraffer auf die Veränderung unserer Arbeitswelt: Virtuelle Kooperation statt physischer Präsenz – so lautet die Maxime vieler Unternehmen, um persönliche Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Laut der Studie „Workforce of the Future“ von Cisco wollen die meisten Arbeitnehmer in Deutschland an den vielen positiven Aspekten festhalten, die sich aus der neuen Arbeitsweise ergeben. Die größten Vorteile sehen die Befragten in der Möglichkeit zur Arbeit in geteilten Teams, größerer Autonomie sowie schnelleren Entscheidungen. Der Teufel liegt dabei im Detail. Denn: Homeoffice zu erlauben ist das eine, die technische Ausstattung das andere.

Virtuelles Arbeiten als Teil des „New Normal“

Die Digitale Transformation der Arbeitswelt hat durch die globale Coronavirus-Pandemie einen gewaltigen Schub bekommen. Laut einer Gemeinschaftsstudie des Fraunhofer Instituts für Arbeitsorganisation (IAO) und der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) führen inzwischen 57 Prozent von insgesamt 500 befragten Unternehmen Bewerbungs- und Einstellungsgespräche auf digitalem Weg. Allerdings stehen Unternehmen mit dem Wechsel in Richtung Remote Work per Audio-, Video- oder Webkonferenz in der Praxis vor einigen technologischen Herausforderungen. So müssen IT-Abteilungen ihre Mitarbeiter mit geeigneten Endgeräten ausstatten, anschließend VPN-Anschlüsse für das Homeoffice einrichten und schließlich auch den sicheren Fernzugriff auf kritische Geschäftsanwendungen gewährleisten.

Selbst dann, wenn Unternehmen all diese Anforderungen zufriedenstellend erfüllen, bleibt eine Frage offen: Wie steht es um die Effizienz und Produktivität der virtuellen Zusammenarbeit? Kommunizieren Mitarbeiter über digitale Medien untereinander und mit Kunden ebenso effektiv wie bei einer persönlichen Begegnung von Angesicht zu Angesicht?

Hintergrundgeräusche erschweren Kommunikation

Das in Berlin ansässige Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit führte hierzu eine Interviewserie, die noch aus der Prä-Corona-Ära stammt. Das vom Bundesforschungsministerium unterstützte Projekt ergab, dass es den Befragten insbesondere bei Telefonkonferenzen oftmals schwerfällt, sich auf den jeweils Sprechenden zu konzentrieren und das Gesagte richtig zu verstehen. Häufigste Ursache für solche Verständigungsprobleme: Zu viele Hintergrundgeräusche lenken ab und erfordern ein noch höheres Konzentrationslevel, was wiederum schneller ermüdend wirkt.

Allerdings haben gerade im Homeoffice viele Mitarbeiter gar nicht die Möglichkeit, sich dem alltäglichen Klangteppich ihrer Umgebung zu entziehen: Spielende Kinder im Nebenzimmer, der laufende Geschirrspüler oder ein Rasenmäher auf dem Nachbargrundstück – all dies kommt über herkömmliche Headset-Mikrofone ungefiltert im Kopfhörer beim Gegenüber an. Beständige Rückfragen, die den Gesprächsfluss bremsen, sind da an der Tagesordnung. Überdies beklagten viele der Interviewpartner des Borderstep Instituts, dass eine allgemein zu schlechte Audioqualität frustriert und die Verständigung negativ beeinflusst. Die „Workforce of the Future“-Studie stützt diese Einschätzungen: 71 Prozent der Angestellten in Deutschland sagen, dass ihr Unternehmen ihnen zu Hause eine ähnliche Technologie wie im Büro zur Verfügung stellen sollte, um eine effektive Kommunikation und Zusammenarbeit zu ermöglichen.

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2. Noise Cancellation – Abschottung für mehr Konzentration

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