Cloud-Computing

Neue Dienste durch All-IP

3. Mai 2017, 13:42 Uhr | Autoren: Dominik Freimuth und Alexander Kohlstedt / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)
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Eine Hürde bei der Implementierung effektiver Cloud-Lösungen besteht in der Vereinheitlichung komplexer Infrastrukturen, die auf unterschiedliche Zwecke abgestimmt und über die Jahre gewachsen sind. Die Ablösung aller Sprach- und Datennetze durch IP-Netze gilt als elementare Maßnahme.

All-IP ermöglicht die Bündelung von Cloud- und Konnektivitätsdiensten und unterstützt wichtige Cloud-Charakteristika wie „Broad Network Access“ und „Rapid Deployment“. Unternehmen aller Größen greifen zunehmend auf Cloud-Dienste zur flexiblen Bereitstellung und Nutzung von IT zurück. In verhältnismäßig kurzer Zeit haben sich Bereitstellungmodelle wie IaaS, PaaS oder SaaS (Infrastructure-, Platform- oder Software-as-a-Service) zu elementaren Sourcing-Optionen entwickelt, deren Marktanteile auch weiterhin rasant zunehmen werden. Die von Marktforschungs- und Brancheninstituten prognostizierten Wachstumsraten für Cloud-Services bestätigen diese Entwicklung.

Wichtige Argumente für Cloud-Computing sind aus Anwendersicht insbesondere die Vorteile durch nutzungsbasierte Kosten (Pay-per-Use), die einfache und sofortige Verfügbarkeit sowie die flexible und ortsunabhängige Einsetzbarkeit. Unternehmen bietet es die Chance, ihre eigene IT-Applikationslandschaft zu standardisieren, weiter zu konsolidieren und gleichzeitig vom Einsatz hochinnovativer State-of-the-Art-Services zu profitieren. Aus Anbietersicht hingegen dienen Cloud-Lösungen und -Plattformen zunehmend als Enabler für weitere, mittlerweile gereifte IT-Technologien und Trends. Beispiele dafür sind Big Data, Analytics, Artificial Intelligence oder das Internet of Things (IoT) in seinen verschiedenen Ausprägungen wie Industrie 4.0, Connected Car, Smart Cities und Smart Energy.

Kurze Übertragungswege
Viele dieser Trends basieren auf enormen Datenmengen und deren Verarbeitung oder auf komplexen Auswertungsalgorithmen, welche nur von hinreichend groß dimensionierten IT- Ressourcenpools bewältigt werden können. Wirtschaftlich sinnvoll können diese IT-Ressourcen meist erst durch den Einsatz von Cloud-Computing bereitgestellt werden – sei es zentral durch einen der zahlreichen Cloud-Provider oder durch dezentrale Sourcing-Optionen wie Crowd oder Edge Computing. Welche Sourcing-Option die rchtige ist, hängt jeweils von der Anwendung und den individuellen Anforderungen ab.

So stellt beispielsweise die Anforderungskombination aus großen Datenmengen und kurzen Bereitstellungs- und Latenzzeiten Anbieter von Connected-Car-Lösungen vor Herausforderungen, denen mithilfe der genannten dezentralen Sourcing-Optionen begegnet werden kann. Vereinfacht dargestellt werden die Zeiten durch den Einsatz von Edge Computing minimiert, welches einen geographisch verteilten, dezentralen Ressourcenpool vorsieht und so die Übertragungswege drastisch verkürzt. Crowd Computing kann hingegen auch die Einbindung privater Geräte wie Router, PCs und Smartphones vorsehen, um einen geographisch verteilten, dezentralen Ressourcenpool zu schaffen und strategisch möglichst unabhängig von großen IT-Providern zu agieren. Ein zentraler Faktor ist hierbei eine ausreichende und stabile Konnektivität. Dies bestätigt auch eine Umfrage von Plat.One, nach der 50 Prozent der befragten Verantwortlichen die Konnektivität als größte technische Herausforderung bei IoT-Projekten einstufen. Netzwerk und IP-Anbindung werden so zu einer zentralen Herausforderung und zu einem entscheidenden Enabler für Cloud-Computing.

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