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Neets bietet Produkte nun auch in Deutschland an

03. März 2021, 09:57 Uhr   |   | Kommentar(e)

Neets bietet Produkte nun auch in Deutschland an
© Neets

Neets' Touch Panel führt die Steuerung aller verfügbaren Geräte im Raum zusammen. Es eignet sich beispielsweise auch für Hörsäle und größere Räume in Schulen und wird in Deutschland in Zusammenarbeit mit Kern & Stelly beworben und vertrieben. UVP je nach Funktionsumfang: zwischen 1.475 und 2.372 Euro.

Nachdem man sich bereits im skandinavischen Raum stark positioniert hat, startet das dänische Unternehmen Neets nun auch in Deutschland durch. Im Portfolio des Herstellers findet sich vorrangig Technik, die vor allem Lehrern und Schülern das Arbeiten mit komplexen Geräten erleichtern soll.

Bei der Beschaffung von IT- und AV-Systemen besteht ein hohes Risiko von Fehlkäufen und Unzufriedenheit unter den Bedienern, wenn es zu kompliziert ist, die Geräte zum Laufen zu bringen.

Neets Keypad Digitales Klassenzimmer
© Neets

Neets' neuestes Keypad steuert zum Beispiel Computer, Displays, Kameras und andere AV-Geräte. "Neets Control Uniform" soll dabei für eine einheitliche Benutzererfahrung in verschiedenen Räumen sorgen. UVP: 530 Euro.

Damit der Einsatz von moderner Technik im Unterricht nicht durch oder technische Probleme ausgebremst wird, bietet Neets nach eigener Aussage Steuerungssysteme und Touchpads mit einer intuitiv und leicht bedienbaren Oberfläche. So hätten Lehrkräfte jederzeit Zugriff und Überblick, wenn es um technische Geräte zum Einsatz im Unterricht geht. Um Klassenzimmer komplett auszustatten, bietet der dänische Hersteller zudem Peripherie-Geräte wie Soundsysteme, Webcams, Switches sowie die nötige Verkabelung an.

Michael Jarl Christensen, CEO von Neets, hat sich zum Ziel gesetzt, Fehlinvestitionen zu vermeiden oder ungeschehen machen. „Es gibt viele unnötige Stressfaktoren, die echte Herausforderungen darstellen. Werden die Lehrerkollegen nicht in die Anschaffung einbezogen, dann besteht eine große Gefahr, dass teure Geräte ungenutzt verstauben. Das muss nicht sein.“

Von den dänischen Erfahrungen profitieren

„Wir haben kein Problem damit, die Digitalisierung zu verstehen - wir haben ein Problem, wenn es um die Umsetzung und das Ergreifen von Maßnahmen geht“, sagt Eva Christiansen, Leiterin der Abteilung für Digitalpolitik im Bundeskanzleramt. Sie kennt das Problem und bestätigt, die Herausforderung die Umsetzung sei. Vibeke Schrøder, Dozentin für pädagogische Forschung und Entwicklung am University College Kopenhagen, bestätigt das. Sie hat die Digitalisierungsprozesse an dänischen Schulen über mehrere Jahre hinweg beobachtet. „Eine der wichtigsten Erfahrungen bei der Digitalisierung des dänischen Schulsystems, ist, dass Lehrer und AV-Verantwortliche von Anfang an einbezogen werden müssen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sie sich übergangen fühlen, dass ihre Erfahrungen nicht ernst genommen werden und dass sie keinen Anteil an der Auswahl der Werkzeuge haben, auf die sie ihre Arbeit stützen sollen. Mein Rat wäre, schrittweise und klug einzukaufen, anstatt schnell und breit gefächert, damit man die Produkte im Unterrichtsprozess technologisch und didaktisch kontinuierlich evaluieren und reflektierte und informierte Entscheidungen treffen kann.“

Michael Jarl Christensen wünscht sich einen solchen Prozess für die 40.000 allgemeinbildenden und Berufs-Schulen hierzulande, indem Deutschland aus den Erfahrungen von Dänemark lernt: „Bei uns war es ein langer und teurer Lernprozess, die Digitalisierung in Schulen umzusetzen. Wir haben festgestellt, dass es das Wichtigste ist, sich auf einheitliche Geräte und Lösungen zu konzentrieren, die leicht zu verstehen sind und die funktionieren, egal welche Technik und welche Marken an das System angeschlossen sind. Mit unseren Lösungen profitieren alle Seiten: Lehrer bekommen eine eingängige AV-Technik, um den Unterricht zu gestalten. Schüler erhalten einen zeitgemäßen Unterricht, bei dem Overheadprojektoren bald der Vergangenheit angehören.“

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