Simultaninterview

Nachgehakt: Investitionsschutz bei TK-Anlagen

2. Mai 2011, 13:07 Uhr | Markus Kien | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 8

Starface

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Florian Buzin, Geschäftsführer bei Starface.
© Starface

funkschau: Welche Herausforderungen sind bei IP-TK-Anlagen mit mehr als 100 Nebenstellen derzeit zu bewältigen?
Florian Buzin: Bei der Einführung einer IP-basierten TK-Anlage müssen Unternehmen erfahrungsgemäß Herausforderungen in vier wichtigen Bereichen bewältigen: Infrastruktur – genügend Bandbreite mit QoS, Prozesse – die Prozesse des Unternehmens müssen eingebunden werden, Usability – die Mitarbeiter müssen mit dem neuen System vertraut gemacht werden, damit die neuen Möglichkeiten auch wirklich genutzt werden, UC und FMC – Chancen zur Kostensenkung lassen sich nur realisieren, wenn dieAnwender ihr Nutzerverhalten ändern.

funkschau: Mit welchen technischen Ansätzen bekommen Sie die Aufgabenstellungen in den Griff?
Florian Buzin: Mit „Mx2wire“ bieten wir eine Lösung, die Ethernet über Klingeldraht, Coax oder Stromkabel überall imUnternehmen bereitstellt. Analoge Endgeräte wie Faxe, Frankier-Maschinen und EC-Karten-Terminals können stabil mit Gateways angebunden werden. Und: Da Starface hybrid ist, lassen sich analoge, ISDN- und VoIP-Technologien im Mischbetrieb verwenden. Ob Telefonkonferenz, Weiterleitung oder Rückfrage mit Makeln, all diese Funktionen lassen sich über eine intuitive Web-Oberfläche bedienen. UC und FMC sind Standard.

funkschau: Was ist die aktuell passende TK-Lösung aus Ihrem Portfolio für mittlere und große Unternehmen?
Florian Buzin: Unsere Appliance „STARFACE Advanced“ ist eine IP-TK-Anlage, die exakt auf die Anforderungen mittelständischer Unternehmen zugeschnitten ist. Die hybride Plattform ist auf leistungsfähiger State-of-the-Art-Hardware vorinstalliert – inklusive Raid und doppeltem Netzteil – und unterstützt standardmäßig ISDN-, Analog- und VoIP-Telefonie. Starface-Advanced basiert auf dem einzigartigen Starface-Modulsystem, mit dem sich jedeindividuelle Anforderung umsetzen lässt.

funkschau: Gibt es Alleinstellungsmerkmale, mit denen Sie sich von Ihren Mitbewerbern absetzen?
Florian Buzin: Starface lässt sich in alle Mac-, Microsoft- und Linux-basierten Umgebungen integrieren, ist also für Unternehmen mit gemischter Infrastruktur ideal. Außerdem sind für Starface dreizehn Connectoren zu gängigen CRM-Systemen verfügbar. Unternehmen können so in Outlook, Sage, Sugar, Lotus Notes, Datev und vielen anderen Lösungen starke CTI-Features nutzen und Zeit und Geld sparen. Ein drittes Highlight sind unsere Clients für die Anbindung von I-Phones, Nokia-Telefonen und Blackberrys.

funkschau: Welche Voraussetzungen auf Netzwerkseite sind für den EinsatzIhrer IP-TK-Anlage in den Unternehmen zu schaffen?
Florian Buzin: Voraussetzungen für den Einsatz von Starface sind eine Bandbreite von 80 kBit/s pro Telefon und QoS-Unterstützung. Dabei entscheiden drei Parameter über die Qualität der VoIP-Übertragung: die Laufzeit, der Jitter und die Paketverluste. Die Laufzeit des Sprachpaketes bis zur Telefonanlage muss unter 150 Millisekunden liegen, der Jitter darf maximal eine Millisekunde betragen und die Paketverluste sollten unter einem Prozent bleiben. Das klingt schwierig, aber 95 Prozent aller Netzwerke erreichen diese Grenzwerte bereits. In der Praxis hat es sich zudem bewährt, den VoIP-Traffic über ein separates VLAN zu routen.


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