Glasfaser-Feldmesstechnik

Mobile Alleskönner

14. März 2017, 9:22 Uhr | Autor: Christian Schillab / Redaktion: Diana Künstler | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 3

Ablauf & Handhabung (6)

Die folgende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern zeigt lediglich die am häufigsten gemachten Fehler in Ablauf und Handhabung:

  • Die Referenz wird sofort nach dem Einschalten des noch kalten Geräts gesetzt.
  • Die Referenz wird nur mit Intervallen von mehreren Tagen gesetzt.
  • Die Verbindung zwischen Lichtquelle und Messleitung wird nach dem Setzen der Referenz vorübergehend getrennt.
  • Beim Setzen der Referenz wird nicht auf die Vermeidung enge Biegeradien geachtet: Dies hat Auswirkung auf alle nachfolgenden Messungen.
  • Beim Messen wird nicht auf die Vermeidung enger Biegeradien geachtet.
  • Bei den Messports des Messgerätes oder bei den Messleitungen wird nicht auf Sauberkeit geachtet.

Es ist nicht wirklich möglich, jedem der obigen Punkte einen exakten maximalen Messfehler zuzuordnen, aber in Summe kann er sehr leicht einen Wert von einem oder mehr dB erreichen.

Intelligente Bedienführung
Vergleicht man die Möglichkeiten von Labor- und Feldmesstechnik, zeigt sich, dass nur die Punkte 1 und 2 von einer aufwändigeren Technologie – wie zum Beispiel zusätzlichen Stabilisierungskreisen und Temperaturkompensationen – profitieren. Auch EF (Encircled Flux) ist eine Fähigkeit, die kaum von anspruchsvollerer Technik profitiert, denn jedes Ergebnis, das von einer EF-konformen Lichtquelle stammt, ist gleichwertig relevant. Man könnte sogar behaupten, dass jemand der Feldmesstechnik verwendet, sogar relevantere Ergebnisse ermittelt, da er vom Gerät durch die Vorbereitung und Messphase geführt wird.

Sicherlich wird es auch weiterhin einen Bedarf für Labormesstechnik geben, unter anderem um Feldmesstechnik zu entwickeln, zu prüfen und zu kalibrieren. Die Ausführung ist dann durch einen Messtechnikexperten vorzunehmen, für den es ganz normal ist, die Messfehler in den Punkten 3 bis 6 der Tabelle zu vermeiden. Für den Monteur, der vor Ort Feldmessung an neu installierten Verkabelungssystemen durchführt, ist jede Art von intelligenter Bedienführung jedoch von hohem Wert und hilft, den Messfehler zu minimieren.

Christian Schillab ist EMEA Product Manager/Media Test bei Fluke Networks

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  1. Mobile Alleskönner
  2. Potenzielle Fehlerquellen im Detail (1 bis 3)
  3. Referenziermethode sowie Güte/Zustand der Messleitungen (4 und 5)
  4. Ablauf & Handhabung (6)

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