Smart-Metering

Mit Smart-Grids auf Nummer sicher

28. März 2011, 13:31 Uhr | Joachim Dressler, Sierra Wireless. | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Die Angst vor dem gläsernen Kunden

Da die intelligenten Zähler den aktuellen Energieverbrauch im Sekundentakt aufzeichnen und sensible Verbrauchswerte wie Strom und Gas erfassen, gewähren die Daten einen tiefen Einblick in die Lebensgewohnheiten der Betroffenen und können somit die Privatsphäre verletzen. Deswegen fordern Datenschützer eine gesetzliche Regelung für die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung der erhobenen Verbrauchsinformationen. Für Smart-Meter und Smart-Grids sind technische und organisatorische Maßnahmen zu schaffen, welche die Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Transparenz bei der Verarbeitung aller Energieverbrauchs- und Steuerungsdaten sicherstellen. Dazu gehören beispielsweise Verschlüsselungsmaßnahmen.

Doch nicht nur Datenschützer sind besorgt. In einer Forsa-Umfrage äußerten 59 Prozent der deutschen Teilnehmer „große“ oder „sehr große“ Bedenken, beim Einbau eines digitalen Zählers die Kontrolle über ihre Stromverbrauchsdaten zu verlieren und somit zum „gläsernen Kunden“ zu werden. Diese Diskussion über mögliche Sicherheitsrisiken entbrennt nicht zu Unrecht. So stellen Versorgungsunternehmen laut einem Bericht der Pike Research Group immer noch ihre eigenen Interessen in den Vordergrund und setzen so – trotz schon getätigter Sicherheitsinvestitionen – die Smart-Meter-Systeme Risiken wie Angriffen aus dem Cyber-Space aus.

Das eigentliche Smart-Meter-System ist über verschiedene Schnittstellen – wie beispielsweise eine Trafo-Station – mit den Zählern der Haushalte sowie mit den Datenmanagementsystemen der Energieversorger verbunden. Diese wiederum sind mit speziellen Online-Portalen für Kunden verlinkt. Für Hacker entstehen dadurch viel mehr Angriffspunkte als zuvor. Beispielsweise kann während des Datenaustauschs durch die Blockade des GSM-Signals die Datenübertragung verhindert oder die drahtlose Verbindung des Smart-Meters zur kostenlosen mobilen Kommunikation genutzt werden. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Betrüger Installationsparameter ändern, um sensible Daten zu beziehen oder gar den Strom ganz zu kappen.

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  1. Mit Smart-Grids auf Nummer sicher
  2. Die Angst vor dem gläsernen Kunden
  3. Sichere bidirektionale Datenübertragung
  4. Robuste Infrastruktur
  5. Fernüberwachung und Diagnose-Tools
  6. Expertenkommentar von Devolo

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