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IP-Umstellung

Migration der Geschäftskunden nimmt Fahrt auf

23. Juni 2017, 10:53 Uhr   |  Stefan Adelmann | Kommentar(e)

Migration der Geschäftskunden nimmt Fahrt auf
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Bis 2018 will die Deutsche Telekom die IP-Umstellung abgeschlossen haben, noch gilt es jedoch, eine enorme Wegstrecke zurückzulegen. Der Netzbetreiber zeigt sich aber mit dem bisherigen Verlauf zufrieden – muss nichtsdestotrotz die Schlagzahl nochmals erhöhen, um die eigene Zielsetzung zu erreichen.

Die Messlatte lag von Anfang an enorm hoch. Immerhin muss die Telekom im Zuge der Netzmigration ihre komplette Infrastruktur auf IP umstellen – und das bis Ende 2018. Doch der Bonner Netzbetreiber sieht sich auf einem guten Weg. Mittlerweile wurden 14 Millionen der Anschlüsse von Geschäfts- und Privatkunden auf IP umgestellt, was einen Anteil von 58 Prozent entspricht. „Wir sind auf Hochtouren unterwegs“, erklärt Klaus Müller, Leiter Strategische Entwicklung und Transformation bei der Telekom Deutschland. „Wir sind der festen Überzeugung, dass wir IP mittlerweile als Marktstandard etabliert haben.“ Das Bergfest feierte der Netzbetreiber im vergangenem Dezember, zu diesem Zeitpunkt wurde die 50-Prozent-Marke überschritten. Seitdem kommen pro Woche etwa 80.000 Anschlüsse hinzu, die Telekom nähert sich Stück für Stück dem Ziel – ist aber rund eineinhalb Jahre vor dem geplanten Datum nicht auf die Zielgerade eingebogen. „Wir sind noch nicht im roten Bereich“, sagt Müller. „Wir haben noch Luft nach oben.“

Gerade im Geschäftskundenbereich gibt es für die Bonner noch eine lange Wegstrecke zu gehen. Aktuell hat die Telekom 1,4 Millionen der GK-Anschlüsse auf IP umgestellt, was rund 45 Prozent entspricht. Vor sechs Monaten waren es 35 Prozent, mehr als die Hälfte steht jedoch noch aus. Laut Müller habe man den Prozess aber bereits optimiert, die Geschwindigkeit sukzessive erhöht: „Inzwischen haben wir mehr als 43.000 Workshops durchgeführt und gemeinsam mit unseren Geschäftskunden die jeweils besten Lösungen gefunden, um Unternehmen und ihre teilweise ganz speziellen Anwendungen und Anbindungen erfolgreich auf IP umzustellen.“

Ein entscheidender Faktor der Transformation ist der SIP-Trunk – ein durchwahlfähiger, IP-basierter Anlagenanschluss – den die Telekom vor einem Jahr auf den Markt gebracht, seitdem aber nur sehr eingeschränkt angeboten hat. „Es gibt ein sehr hohes Interesse am SIP-Trunk“, sagt Müller. „Wir wollen das Produkt aber kontrolliert in den Markt bringen.“ Aktuell soll es rund 2.200 der Anschlüsse geben, bei einem Zuwachs von etwa 250 pro Woche. Bis Juli rechnet die Telekom mit einer Verdopplung der Anschlusszahl.

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2. Netz und Dienste aus einer Hand

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