Simultaninterview

Mieten von Messgeräten

15. September 2011, 14:45 Uhr | David Ladner | Kommentar(e)
René Kleber, Sales Manager Germany bei Livingston.
René Kleber, Sales Manager Germany bei Livingston.
© Livingston

40G- und 100G-Ethernet-Netzwerke werden zu einem deutlichen Anstieg der Breitband-Geschwindigkeiten beitragen. Dies erlaubt eine größere Verbreitung von Triple-Play-Diensten sowie geringere Betriebskosten für Carrier. Dazu müssen jedoch die ent-sprechenden Testgeräte aufgerüstet werden: Vier Experten zum Thema Mieten/Leasen von Messgeräten.

funkschau: In welchen Einsatz-Bereichen kommt für Sie das Mieten von Messgeräten in Frage?
René Kleber: Grundsätzlich kommen alle Einsatz-Bereiche in Frage. Je innovativer die jeweilige Branche ist, desto kosteneffektiver sind Mietmodelle. Steht eine hohe kurzfristige Verfügbarkeit im Vordergrund sollte auf standardisierte Messgeräte zurückgegriffen werden. Viele Messgeräte die heute zum Beispiel portabel und batteriebetrieben für den Feldeinsatz konzipiert sind, finden genauso ihre Verwendung in Labor- und Fertigungseinrichtungen.

funkschau: Ist es für Techniker vor Ort sinnvoll, mit einem gemieteten Messgerät zu arbeiten?
René Kleber: Ein gemietetes Messgerät hat immer den Vorteil, dass der Techniker sich darauf verlassen kann ein funktionsfähiges und kalibriertes Gerät zu bekommen, da dies eine der Grundlagen eines erfolgreichen Vermietgeschäftes ist. Die häufigsten Bedenken hinsichtlich des Einsatzes von Mietgeräten bekommen wir nicht wie erwartet zum Thema „Miete ist zu teuer“ sondern zum Thema Support und Bedienung der Geräte.

funkschau: Gibt es Bereiche in Forschung und Entwicklung, die gemietete Geräte sinnvoll machen?
René Kleber: Das Wachstumspotenzial ist groß, da oft nur für kurze Zeit hochwertige und somit teure Messtechnik benötigt wird. Der Kostendruck und immer kürzere Entwicklungszeiten schreien förmlich nach Mietmodellen für Forschung und Entwicklung, solange es keine Sonderentwicklung auch für die Messtechnik ist. Jedoch haben wir auch hier schon erfolgreiche Beispiele für die Vermietung von kundenspezifischen Messlösungen im R&D-Bereich.

funkschau: Glauben Sie, dass es einen wachsenden Mietmarkt für Messgeräte gibt?
René Kleber: Davon bin ich fest überzeugt. Meiner Erfahrung nach hat das Vermietgeschäft hierzulande enormes Wachstumspotenzial. Es ist unsere Aufgabe, den Entscheidern in den Firmen die höhere Flexibilität bei verringertem Risiko und geringerem Kapitaleinsatz darzustellen, sowie Anwendern die Angst zu nehmen, dass nichts passiert, wenn das Messgerät nicht wie bisher jahrelang sofort griffbereit im Schrank steht – und doch nicht benutzt wird.

funkschau: Hat der Ausbau der Glasfaser und LTE-Netze darauf einen Einfluss?
René Kleber: Die wirtschaftliche Umstrukturierung der letzten Jahre führte dazu, dass ohne die Kleinunternehmer und Selbstständige, die mit guten Know-how unterwegs sind, dieser Rollout in den gewünschten Zeiträumen gar nicht zu bewerkstelligen wäre. Das Risiko, schnell mal zehntausende von Euro für Messtechnik vorab zu investieren, scheuen sowohl die Kleinen als auch die Großen, da keiner weiß, was in zwölf Monaten ist. Hier sind wir mit Miete und Mietkaufmodellen der richtige Partner.


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