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Build 2018

Microsoft stellt 25 Millionen Dollar für Inklusion mit KI bereit

08. Mai 2018, 09:19 Uhr   |  Sabine Narloch | Kommentar(e)

Microsoft stellt 25 Millionen Dollar für Inklusion mit KI bereit
© Microsoft

Auf der jährlichen Entwicklerkonferenz Build präsentiert Microsoft neue Technologien. Ein Fokus bei der diesjährigen Veranstaltung in Seattle liegt auf künstlicher Intelligenz für Edge Computing.

Vom 7. bis 9. Mai stellt Microsoft auf der Build 2018 neue Technologien für Entwickler vor, die mit Microsoft Azure, Microsoft 365 und Visual Studio moderne KI-Lösungen entwickeln können. Die Weiterentwicklung von datengetriebenen Anwendungen und KI stehen dabei im Vordergrund.

“AI for Accessibility”

Gestartet werden soll nun die Initiative “AI for Accessibility”. Dahinter steckt der Ansatz, dass die Möglichkeiten von mehr als einer Milliarde Menschen mit Beeinträchtigungen weltweit mit Hilfe von KI-Lösungen verbessert werden sollen. Dabei könnten Sprachtext-Übersetzungen in nahezu Echtzeit, visuelle Bilderkennung und Textfunktionen zum Einsatz kommen. Das Programm ist mit einem Volumen von mehr als 25 Millionen US-Dollar auf fünf Jahre ausgelegt. Es umfasst finanzielle Unterstützung für KI-Forscher und -Entwickler, Universitäten und NGOs, Investitionen in Projekte sowie die Vermittlung von Know-how und damit die Verbesserung der Zugänglichkeit zu den Angeboten.

Cloud- und Edge-Computing

Da nicht für jedes Smart Device eine permanente Verbindung mit der Cloud sinnvoll oder möglich ist, sollen Entwickler Anwendungen für Edge Computing erstellen können, die intelligente Datennutzung vor Ort ohne dauerhafte Cloud-Konnektivität ermöglichen.

  • Azure IoT Edge Runtime wird Open Source. Über die Runtime von Azure IoT Edge sollen Unternehmen ihre Edge-Anwendungen ausführen und Komponenten hinzufügen können sowie mehr Transparenz und Kontrolle über ihre Lösungen erhalten.
     
  • Der Custom Vision Service für maschinelles Sehen soll künftig auch über Azure IoT Edge ausgeführt werden können. So ließen sich auf Geräten wie Drohnen, aber auch in kompletten Industrieanlagen, kognitive Dienste auch ohne Cloud-Verbindung ausführen.
     
  • Microsoft wird im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Halbleiterhersteller Qualcomm ein Vision AI Developer Kit entwickeln, das auf Azure IoT Edge ausgeführt wird. Laut Microsoft umfasst das SDK eine Kamera sowie die Software für die Entwicklung kamerabasierter IoT-Lösungen, die Azure Machine Learning nutzen und von der Hardwarebeschleunigung über die Qualcomm Vision Intelligence Plattform und die Qualcomm AI Engine profitieren.

Datendienste und künstliche Intelligenz

  • Das neue Speech Devices SDK soll laut Microsoft optimierte Audioverarbeitung von Mehrkanalsystemen (Stereo, Dolby-Surround) bieten und für eine präzise Spracherkennung sorgen, wenn sich die Sprachquelle in weiterer Entfernung im Raum befindet („Far-Field Voice“). Damit ließen sich sprachbasierte Szenarien wie Drive-Thru-Bestellsysteme, Assistenten im Auto und intelligente Lautsprecher entwickeln.
     
  • Project Brainwave für die Entwicklung und Ausführung neuronaler Netze und Echtzeit-KI kann ab sofort als Preview in Cloud und Edge ausgeführt werden.

Werkzeuge und plattformübergreifende Entwicklung in allen Programmiersprachen

  • Der Azure Kubernetes Service (AKS) soll die Entwicklung und Ausführung von containerbasierten Anwendungen vereinfachen, ohne dass dafür tiefe Kubernetes-Kenntnisse nötig sind. AKS wird laut Microsoft in den nächsten Wochen verfügbar und im Azure-Portal unter anderem mit den Entwickler-, DevOps- und Monitoring-Tools integriert sein. Mit AKS für Azure IoT Edge stellt Microsoft Kubernetes für Edge-Geräte bereit. Dadurch sollen IoT-Edge-Anwendungen fehlertolerant betrieben werden können.
     
  • Visual Studio IntelliCode soll die Softwareentwicklung um künstliche Intelligenz erweitern und Empfehlungen zur Verbesserung der Codequalität und -produktivität bieten. Eine Vorabversion von IntelliCode ist ab sofort in Visual Studio verfügbar.
     
  • Vereinfachung ist auch bei der ebenfalls ab sofort verfügbaren Microsoft Azure Blockchain Workbench das Stichwort. Sie soll die Entwicklung von Blockchain-Anwendungen leichter machen, da die Workbench ein Azure-gestütztes Blockchain-Netzwerk mit Cloud-Diensten wie Azure Active Directory, Key Vault und SQL Database zusammenführt.

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