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Telefonie zwischen gestern und morgen

Metamorphose der Kommunikation

06. April 2020, 15:30 Uhr   |  Diana Künstler | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

Fax as a Service: Dem angestaubten Image zum Trotz

Auch wenn es viele Entwicklungen in der Business-Kommunikation gibt, die dem Markt eine gewisse Dynamik verleihen, lässt sich eine Stagnation in gewissen Bereichen nicht verleugnen: „Es gibt Dinge, die sich einfach nicht verändern“, bestätigt Mathias Pasquay von Pascom. Typisches Beispiel ist das Fax. „Wir wollen es seit 20 Jahren loswerden, aber es klappt einfach nicht.“ Das bestätigt auch eine Bitkom-Umfrage aus dem Jahr 2018, wonach fast zwei Drittel der Unternehmen hierzulande noch immer regelmäßig Faxe verschicken. Der Anteil sei in den vergangenen Jahren zwar zurückgegangen. Nach der E-Mail, dem Telefon und dem Brief zählt das Fax aber immer noch zu den wichtigsten Kommunikationsmitteln. „Das Fax hat sich seit Jahrzehnten etabliert und ist für viele Unternehmen auch heute von wesentlicher Bedeutung“, sagt Nils Britze, Bereichsleiter Digitale Geschäftsprozesse beim Bitkom. Da viele Firmen faxen, sei man gewissermaßen voneinander abhängig. „Es ist für Unternehmen sehr einfach, an dieser kollektiven Kommunikationslösung zu partizipieren.“ Das Fax sei der kleinste gemeinsame Nenner. „Und deshalb wird es in den nächsten Jahren wahrscheinlich auch nicht aussterben.“

Nichtsdestotrotz: Vieles ist rasant schneller geworden. „Die Anforderungen an ‚Ich muss Informationen an irgendwen irgendwo weitergeben‘ ist rapide gewachsen“, so Pasquay. Kaum verwunderlich also, dass auch das klassische, auf Papier basierende Fax mit der Zeit gehen muss. Denn trotz seiner Vorteile ist es fehleranfällig, und der Umgang ist personalintensiv sowie mit hohem Zeitaufwand verbunden. Besonders nachteilig sind heute im Zeitalter der digitalen Kommunikation die Schnittstellenprobleme und die dadurch bedingten Medienbrüche. Ein Fax-Dokument lässt sich nur mit einigem Aufwand in die digitale Welt überführen. Viele Firmen ersetzen deshalb heute das Fax-Gerät durch Fax-Server oder Online-Services – wie beispielsweise von Retarus, Ferrari Electronic oder Esker –,  die ins digitale Kommunikationsnetz integriert sind. Besonders mit dem Trend zu Cloud-Computing hat sich in letzter Zeit eine Weiterentwicklung in Richtung Online-Services vollzogen. Durch den Versand und Empfang von Fax-Mitteilungen über die Cloud lassen sich alle sicherheitsrelevanten Vorteile des klassischen, papierbasierten Faxens mit den Annehmlichkeiten der E-Mail-Kommunikation verbinden.

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1. Metamorphose der Kommunikation
2. Phönix aus der Asche?
3. Die neue alte Vielfalt
4. Fax as a Service: Dem angestaubten Image zum Trotz

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