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Mensch und Maschine arbeiten Hand in Hand

29. März 2019, 12:17 Uhr   |  Natalie Lauer | Kommentar(e)

Mensch und Maschine arbeiten Hand in Hand
© PHOTOCREO Michael Bednarek - shutterstock.com

Auf der Hannover Messe 2019 gibt es eine Mensch-Roboter-Interaktion in Echtzeit zu sehen. Hierfür bringt der Netzausrüster Ericsson ein 5G-Netz auf seinen Messestand und realisiert gemeinsam mit Audi und Sick die Interaktion von Besuchern und einem kabellosen Produktionsroboter.

Ziel der Forschungsarbeit ist es, die Vision des Hand-in-Hand-Arbeitens von kabellosen Produktionsrobotern und Mitarbeitern Realität werden zu lassen. Dies gelingt nur, sofern Mensch und Maschine in Echtzeit interagieren. Die 5G-Technologie wird diesem Zweck aufgrund ihrer niedrigen Latenz sowie ihrer hohen Netzstabilität gerecht.

Die spielerische Demonstration auf der Hannover Messe zeigt den Besuchern, wie die Interaktion in einer Fabrik aussehen kann. Der Roboter ist durch Sensoren an das 5G-Netz angebunden. Sie nehmen die Bewegungen des Menschen wahr, sobald diese in Ihrer Nähe ausgeführt werden. So kann der Roboter gezielt darauf reagieren. Auf dem Messestand wird er Besuchern eine Packung Minzbonbons reichen, sobald ihm diese die Hand entgegenstrecken.

 „Um flexible, kabellose Roboter in Zukunft in Produktionsumgebungen zuverlässig und sicher mit Menschen interagieren zu lassen, kommt man an 5G nicht vorbei“, berichtet  Jan-Peter Meyer-Kahlen, Leiter des ICT Development Centers Eurolab Aachen. „Denn nur mit extrem niedrigen Latenzen bei gleichzeitig sehr hoher Verfügbarkeit kann, der per 5G angebundene Roboter auf den Menschen in Echtzeit reagieren.“

„Die Mensch-Roboter-Interaktion auf der Messe Hannover ist erst der Anfang. Mit der Einführung von 5G in die Auto-Produktion gewinnen wir ganz neue Möglichkeiten, Maschinen über Funk zu vernetzen“, bemerkt Dr. Henning Löser, Leiter des Audi Production Lab, in dem Audi seit August 2018 gemeinsam mit Ericsson ein lokales 5G-Netz für die Fahrzeugfertigung erprobt. „Wir sind absolut überzeugt von dem Potenzial der neuen Technologie. Daher wollen wir ein werkinternes 5G-Netz aufbauen, das die agile und flexible Produktion der Zukunft ermöglicht.“

„Die 5G-Technologie bietet für den Einsatz unserer Sensorik-Lösungen in verschiedenen Anwendungen wertvolle Eigenschaften für die kabellose industrielle Kommunikation. Diese Art der Kommunikation ermöglicht grundlegende Änderungen in der Softwarearchitektur für eine flexiblere Automatisierung. Deshalb evaluieren wir aktuell die 5G-Technologie für den industriellen Einsatz. Beispielsweise sehen wir einen Vorteil darin, dass Industriefahrzeuge 5G nicht nur innerhalb von Produktionshallen, sondern auch außerhalb, und weltweit auf öffentlichen Straßen einsetzen können. Das Beispiel einer Robotik-Applikation auf der Hannover Messe beweist, wie zukünftig Mensch und Roboter dank zuverlässiger Kommunikation mit geringer Latenzzeit besser zusammenarbeiten können“, erklärt Sebastian Heidepriem, Head of Wireless Technologies bei der SICK AG.

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